Verschiedene frische Beerenfrüchte in einer Schale © NDR Foto: Claudia Timmann

Beeren: Die sommerlichen Vitamin-Bomben

Stand: 21.08.2020 14:42 Uhr

Beerenfrüchte versüßen uns den Sommer. Wie erkennt man, ob Blaubeeren, Himbeeren und Co reif sind und wie lagert man sie richtig? Tipps und Rezepte.

Im Sommer ist das Angebot an Beeren besonders groß. Auf den Wochenmärkten finden sich jetzt wieder Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Stachelbeeren. Frisch gepflückt schmecken sie am besten, weil sie nach der Ernte nicht nachreifen. Nur .Stachelbeeren kann man grün kaufen und zu Hause nachreifen lassen.

Woran erkennt man frische Beeren?

Ob die Früchte reif sind, erkennt man nicht immer an der Farbe. Reife Erdbeeren etwa sind gleichmäßig rot und noch frisch, solange sich ihre Kelchbätter nicht aufrollen. Frische Himbeeren sind rosa bis dunkelrot, mattglänzend und haben ein festes Fruchtfleisch. Heidelbeeren und Brombeeren sollten prall aussehen und auf leichten Druck etwas nachgeben. Erntefrische Johannisbeeren sind prall und haben elastische Stiele.

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Marinierte Beerenfrüchte mit Ziegenkäse und Frisée-Salat auf einem weißen Teller © NDR Foto: Tarik Rose

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Viele reife Heidelbeeren haben einen weiß-gräulichen Schleier - ähnlich dem von Pflaumen. Den hauchzarten Wachsfilm bildet die Pflanze als natürlichen Schutz, damit die Früchte nicht so schnell austrocknen. Sind die Heidelbeeren dagegen blank und sehr dunkel, sind sie nicht mehr ganz frisch.

Beeren richtig lagern

Beeren am besten kühl und dunkel lagern, im Gemüsefach des Kühlschranks oder im Keller. Vorher die Transportverpackung entfernen. Kelche, Blütenblätter und Stängel erst kurz vor dem Verzehr entfernen und die Beeren beim Abwaschen nicht zu lange in Wasser legen, sonst verlieren sie ihr Aroma.

Schutz vor Schimmel: einfrieren oder einkochen

Ein Glas mit Brombeer-Shake steht auf dem Tisch, daneben liegen Brombeeren und Himbeeren. © NDR Foto: Claudia Timmann
Wer auch außerhalb der Saison einen Smoothie mit Beeren genießen möchte, kann sie einfrieren.

Beeren schimmeln schnell. Ist eine Beere schimmelig, sollte man auch die Beeren in direkter Nähe wegwerfen. Sie könnten bereits von Schimmel befallen sein, ohne dass man es sieht. Überreife Früchte lassen sich zu Smoothies oder Marmelade verarbeiten. Um große Mengen Beeren vor dem Verschimmeln zu bewahren, kann man sie einfrieren. Dazu in eine flache Schale oder auf ein Tablett legen und zunächst vorfrieren. In einem zweiten Schritt die Beeren in Gefrierbeutel oder Dosen umfüllen. So frieren die Beeren nicht zu einem Block zusammen und lassen sich später einzeln entnehmen.

Beeren sind sehr gesund

In Beeren stecken viele Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die beschädigte Körperzellen reparieren können. Zugleich sind sie kalorienarm: In 100 Gramm stecken maximal 44 Kalorien. Weil sie viele Ballaststoffe enthalten, machen Beeren trotzdem schnell satt.

  • In Erdbeeren steckt eine große Menge Folat, das der Körper für die Zellteilung benötigt. Sie enthalten auch viel Vitamin C: 57 Milligramm pro 100 Gramm. Das ist mehr Vitamin C als in Zitronen mit 50 Milligramm pro 100 Gramm.
  • Johannisbeeren enthalten drei Mal mehr Vitamin C als die gleiche Menge Zitronen. Das stärkt das Immunsystem. Außerdem können sie bei Rheuma und Gicht helfen, wirken harntreibend und fördern den Knochenaufbau.
  • In Himbeeren steckt der Ballaststoff Pektin, der eine gesunde Verdauung fördert. Außerdem enthalten sie Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen sogar vor Krebs schützen.
  • Brombeeren enthalten besonders viel Vitamin A, das wichtig für Netzhaut, Haut und Schleimhäute ist.
  • Stachelbeeren halten das Bindegewebe der Arterien elastisch und sind dank ihres hohen Siliziumgehalts auch gut für Haare und Nägel.
  • Heidelbeeren enthalten viel Vitamin E, das die Zellen elastisch hält und einen zu hohen Blutdruck senken kann. Die Gerbstoffe in Heidelbeeren wirken entzündungshemmend und sind gut für das Gehirn.

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Visite | 21.08.2020 | 20:15 Uhr

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