Volker Hanisch © NDR Foto: Anita Gramser

Neuer Termin: Blaue Stunde "Animalisch"

Stand: 29.11.2022 09:00 Uhr

Verschoben auf den 29. und 30. November: In der ersten Blauen Stunde der Saison erklingen Vögel, Frösche, Katzen, Buckelwale - in Werken von Hindemith, Messiaen, Yun und Crumb.

Neuer Termin

Krankheitsbedingt konnten die Blauen Stunden "Animalisch" am Dienstag, 27. und Mittwoch, 28. September, leider nicht wie geplant stattfinden. Aber jetzt! Die Veranstaltungen wurden auf Dienstag, 29., und Mittwoch, 30. November 2022, verschoben. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Das Programm

Die erste Blaue Stunde der Spielzeit 2022/23 verspricht ein tierisches Vergnügen im wahrsten Sinne des Wortes zu werden. Der Deutsche Paul Hindemith, der Franzose Olivier Messiaen, der Südkoreaner Isang Yun und der Amerikaner George Crumb haben in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts jeder aus seiner Perspektive entscheidende Akzente gesetzt. Und alle vier haben sich kompositorisch auch mit unseren tierischen Weggefährten auseinandergesetzt.

Einführung

Jede Blaue Stunde beginnt mit einer Einführung (dienstags um 19 Uhr, mittwochs um 17 Uhr), denn im Fokus einer Blauen Stunde steht ein Kunstwerk des Sprengel Museums, dessen Thematik in den gespielten Werken und in Textlesungen musikalisch und literarisch reflektiert wird. Diesmal ist es Franz Marcs "Pferde und Adler", 1912 aus der Sammlung des Sprengel Museums Hannover.

Blaue Stunde 1
Di, 29.11.2022 | 20 Uhr
Mi, 30.11.2022 | 18 Uhr
(Ursprüngliche Termine: Di, 27., und Mi, 28.09.2022; Tickets behalten Ihre Gültigkeit.)
Hannover | Sprengel Museum, Calder-Saal (Kurt-Schwitters-Platz)

Christoph Renz Flöte
Friederike Starkloff Violine
Sebastian Maas Violoncello
Christiane Frucht Klavier
Volker Hanisch Textlesungen

Animalisch

Paul Hindemith
"A frog he went a-courting"
("Ein Frosch ging auf Brautschau")
Variationen über ein altenglisches Kinderlied
für Violoncello und Klavier
Olivier Messiaen
"Le Merle noir"
("Die schwarze Amsel")
für Flöte und Klavier
Isang Yun
"Die hungrige Katze"
"Der Boxer von nebenan"
"Das Vögelchen"
aus "Li-Na im Garten" für Violine solo
George Crumb
"Vox Balaenae" ("Stimme des Wals")
für drei maskierte Spieler

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Hindemiths liebestoller Frosch

Ein Frosch geht auf Brautschau. Seine Auserwählte ist eine Mäusedame. Das fröhliche Hochzeitstreiben endet aber schließlich für die Beteiligten tödlich - im Magen anderer tierischer Gesell*innen. Diese Fabelgeschichte wird im altenglischen Kinderlied "A frog he went a-courting" erzählt. Paul Hindemith lässt diese heiter-ironische Geschichte rein instrumental in seinen 1941 komponierten Variationen für Violoncello und Klavier lebendig werden - die zugleich ein packendes Glanzstück für diese Besetzung sind.

Messiaen lässt die Amsel zwölftönig singen

Amseln, zumindest die Männchen, sind wahre Meistersinger. Der passionierte Hobby-Ornithologe Olivier Messiaen meinte sogar: "Die melodischen Konturen, besonders die der Amseln, übertreffen in ihrer Fantasie die menschliche Einbildungskraft." Vogelgesang hatte für Messiaens kompositorisches Schaffen von Beginn an eine immense Bedeutung. Er übertrug ihn auf moderne Kompositionstechniken und entwickelte daraus seinen "style d’oiseau". Den "Gesang der Amsel" - eine Verbindung aus Vogelgesang mit Zwölftontechnik - schrieb er 1951 als sein Prüfungsstück für die jährlich stattfindenden Abschlusswettbewerbe am Pariser Konservatorium.

Isang Yuns tierische Charakterbilder

Wenn der Großvater Komponist ist, profitieren davon gelegentlich auch die Enkel. Li-Na ist der Name der Enkelin von Isang Yun, für die er 1984 den Zyklus "Li-Na im Garten" schrieb: kurze musikalische Charakterbilder von fünf Tieren für Violine solo. Da schleicht die hungrige Katze geschmeidig umher. Der Boxer-Hund des Nachbarn, der Yun beim Komponieren stört, bekommt ordentlich ruppige Töne ab: mit vielen Tritoni (übermäßige Quarten) - auch als "diabolus in musica" bekannt. Das Vögelchen flattert hingegen leicht, quirlig und zugleich mit viel Anmut durch die Komposition.

George Crumbs singender Buckelwal

Um einen der größten Vertreter der Tierwelt geht es in "Vox Balaenae": den Buckelwal. Sein Gesang gilt als besonders faszinierend und vielfältig. George Crumb, der im Februar 2022 im Alter von 92 Jahre gestorben ist, lernte den Walgesang in den 1960er Jahre kennen und lieben. In seinem Stück "Stimme des Wals" von 1971 lässt der den Buckelwal als urzeitliches Geschöpf durch die Zeitalter und die Weltmeere ziehen. Die vom Walgesang inspirierte vielfarbige Klangwelt kreieren die drei Instrumentalist*innen mit Spieltechniken, die sehr außergewöhnliche Klangeffekte erzeugen.

Ticketrückgabe

Falls Sie den neuen Termin nicht einrichten können, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Karte(n) beim NDR Ticketshop zurückzugeben. Bitte kontaktieren Sie dazu die Mitarbeiterinnen des NDR Ticketshops in Hannover per Email (ticketshop.hannover@ndr.deund geben dabei Ihre Auftrags – und Kundennummer sowie Ihre IBAN an (falls Sie diese als Abonnent*in nicht bereits im Ticketshop hinterlegt haben). Bei Onlinezahlungen mit Kreditkarte erhalten Sie Ihr Guthaben auf Ihr Kreditkartenkonto zurück.

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