Stand: 23.04.2019 11:36 Uhr

Mit Bärbel Fening nach Spiekeroog schippern

Bei der Aktion "Wir bei Euch - Wünsch Dir Deinen NDR" konnten sich Zuschauer, Firmen, Schulen und Kindergärten für einen Besuch bewerben. Für acht Teilnehmende ging es am 16. April an Bord der "Gorch Fock" nach Spiekeroog. Die Kutterfahrt, ein Teestubenbesuch und die Erkundung der autofreien Insel: Das war waschechte Nordsee-Nordtour! Moderatorin Bärbel Fening erzählt, wie es war.

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Gruppenbild mit Hund: Die Nordtour-Fans sind abfahrbereit!

Traumhaft schön - unsere Nordtour nach Spiekeroog. Viele hatten sich für diese Tour beworben, mit acht Nordtour-Fans bin ich schließlich gestartet. Die weiteste Anreise hatte ein Ehepaar aus Ruppertswill in der Schweiz. Die beiden lieben den Norden, verbringen viele Urlaube an Nord- und Ostsee und bekommen die Anregungen dafür - aus der Nordtour! Sie waren 1.200 Kilometer mit dem Auto angereist, um an unserem Ausflug teilnehmen zu können. Die anderen sechs Teilnehmer kamen aus Bremerhaven, Celle, Göttingen und Osnabrück.

Um 12 Uhr sind wir im malerischen Fischerhafen von Neuharlingersiel an Bord der "Gorch Fock" gegangen, das ist der Kutter von Fischer Willi Jacobs. Willi ist ein echtes Original. Er ist hier direkt am Hafen aufgewachsen, hat früher Seezunge und Krabben gefischt und fährt seit einigen Jahren mit Gästen hinaus aufs Meer, um ihnen die Schönheit des Weltnaturerbes Wattenmeer zu zeigen.

Strahlend blauer Himmel, aber lausekalt

Bei strahlend blauen Himmel haben wir abgelegt - allerdings war es an Bord lausekalt. Es wehte ein kalter Ostwind. Unterwegs ließ Willi Jacobs für ein paar Minuten ein Netz zu Boden und zeigte uns, welche Tiere in der Nordsee zu Hause sind. Wir haben Flundern gesehen, Krabben, Schollen, eine Seezunge, Krebse, Steinbeißer, Seesterne und viele andere eindrucksvolle Meeresbewohner. Kurze Zeit später stellte der Fischer den Motor aus und wir trieben langsam und leise an einer Sandbank vor Langeoog vorbei, auf der ganz viele Seehunde und Kegelrobben lagen. Die größten Raubtiere der Nordsee sahen ganz harmlos aus. Die fühlten sich kein bisschen gestört, hielten ihre Nase ganz ruhig in die Sonne. 

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Der Wind weht allen kräftig um die Nase, wie es sich für die Nordsee gehört.

Als wir auf Spiekeroog ankamen, haben wir uns in der urigen Spiekerooger Teestube aufgewärmt. Heißer Ostfriesentee und leckeres Essen. Das tat gut. Dann ging's direkt an den Strand. Dafür muss man ja erst mal durch die Dünen spazieren. Da war es durch die Sonne richtig warm. Ich bin jedes Mal wieder beeindruckt - der Spiekerooger Strand ist unfassbar groß! Wir sind bis zur Wasserkante gelaufen, haben Muscheln gesammelt, Möwen beobachtet und Selfies gemacht.

Die älteste Kirche der Ostfriesischen Inseln

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Mit dem hinterlegten Schlüssel lässt sich die Reisegruppe selbst in die Kirche auf Spiekeroog.

Anschließend haben wir uns das Inseldorf angeguckt. So ein malerisches Dorf, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Auf Spiekeroog steht die älteste Kirche, die es auf den Ostfriesischen Inseln gibt - 1696 erbaut. Die Pastorin hatte keine Zeit, hat den Schlüssel aber in ein Versteck gelegt, sodass wir uns dieses maritime Schmuckstück doch von innen angucken konnten. Ist das nicht herrlich unkompliziert? Ich mag das.

Bevor wir um 18 Uhr wieder mit dem Kutter abgelegt sind, hatte jeder noch eine halbe Stunde Zeit für sich. Wieder in Neuharlingersiel angekommen, habe ich mich von den Zuschauern verabschiedet und wenig später mitbekommen, dass alle zusammen noch in die urige Kneipe "Dattein" eingekehrt sind und weitergefeiert haben. Es war ein fröhlicher, entspannter Ausflug. Ich habe den Tag sehr genossen. Wir haben wirklich tolle Zuschauer!

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