Eine Frau wehrt Coronaviren ab. © photocase panthermedia Foto: sandrobrezger, kostsov

Zur Sache: Wie kommen wir durch den Corona-Herbst?

Stand: 16.10.2020 15:01 Uhr

Ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Corona-Regeln sorgt bei vielen Menschen derzeit für Unsicherheit und Ärger. Was macht die anhaltende Pandemie mit uns, besonders in der dunklen Jahreszeit?

"Die Lage ist dramatisch" - das sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag nach einer Bund-Länder-Konferenz in Berlin zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Nach achtstündigen Beratungen haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder dabei auf striktere Maßnahmen verständigt - wie zum Beispiel eine ausgeweitete Maskenpflicht auf Wochenmärkten auch in Schleswig-Holstein, eine Sperrstunde in der Gastronomie oder Teilnehmerbegrenzungen bei privaten Feiern.

Erste Stadt in SH landet über Grenzwert

Zwar ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein noch vergleichsweise niedrig, dennoch stünden wir am Anfang eines ungebremsten exponentiellen Wachstums der Infektionszahlen, so Günther. Als erste Stadt im Land hat Neumünster den unteren Schwellenwert von 35 Infektionen bei 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten. Deshalb hat Bürgermeister Olaf Tauras in Neumünster bereits strengere Corona-Maßnahmen eingeführt.

Keine Einigung bei Beherbergungsverbot

Ein Thema, bei dem sich die Runde in Berlin nicht einigen konnte, ist hingegen das umstrittene Beherbergungsverbot. Weiterhin gelten jetzt in jedem Bundesland unterschiedliche Regeln für Urlauber, die aus deutschen Risikogebieten einreisen wollen. In Schleswig-Holstein dürfen sie nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig von Donnerstagabend bis zur Entscheidung in der Hauptsache weiterhin nur mit einem negativen Corona-Test in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten.

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Eine männliche Hand betätigt eine Klingel an einer Hotelrezeption. © Colourbox Foto: Kzenon

Eilantrag gegen Beherbergungsverbot in SH abgelehnt

Eine Familie aus Nordrhein-Westfalen wollte Urlaub auf Sylt machen und hatte gegen das Beherbergungsverbot geklagt. mehr

Kritik gibt es unter anderem vom Hotel- und Gaststättenverband. Geschäftsführer Stefan Scholtis sagte NDR Schleswig-Holstein zum Beherbergungsverbot und möglichen Infektionen durch Touristen: "Das ist eine reine könnte-Politik. Dann müsste man auch den Autoverkehr verbieten, weil es dadurch ja Unfälle geben könnte."

Flickenteppich aus Regeln verunsichert viele Menschen

Unterschiedliche Regeln, die sich teils schnell wieder ändern - bei vielen Schleswig-Holsteinern und Urlaubern sorgt das für Unsicherheit und Unverständnis. Was aber machen die anhaltende Pandemie und damit verbundenen Sorgen und Ängste mit uns? Auch jetzt, wo Herbst und Winter vor der Tür stehen? Manchen gehen die Hygiene- und Abstandsregelungen nicht weit genug. Sie befürchten, dass sie sich anstecken könnten. Andere haben Angst, dass sie durch die Corona-bedingte wirtschaftliche Krise ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Darüber spricht Moderator Tobias Überall am Sonntag in der Sendung Zur Sache mit seinen Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern.

Im Studio zu Gast ist Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Telefonisch zugeschaltet sind außerdem:

  • Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung SH
  • Professorin Kamila Jauch-Chara, Leiterin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKSH in Kiel
  • Karl-Heinz Häuber, Betreiber des Theodor-Storm-Hotels in Husum

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 18.10.2020 | 18:05 Uhr

Podcast Bild für die Sendung "Zur Sache". ©  Roman Gorielov/fotolia Foto:  Roman Gorielov

Podcast: Zur Sache

Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

Montage Jahresrückblick: Nachrichtenbilder aus den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in einem Filmstreifen © dpa, Fehmarnbelt Development Joint Venture Foto: Jochen Lübke, Jens Wolf, Jens Ressing

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