Stand: 01.07.2019 07:55 Uhr

Zur Sache: Welterbe-Urkunde für Haithabu und Danewerk

Ein Jahr nachdem das Danewerk und Haithabu in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen wurden, hat Ministerpräsident Daniel Günther nun die Urkunde für das Land entgegengenommen. Die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, überreichte sie dem CDU-Politiker am Sonntagnachmittag in Busdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) bei Schleswig. Das Grenzbauwerk Danewerk und der Wikinger-Handelsplatz Haithabu gelten als einzigartige Zeugnise der Wikingerzeit.

Mehrere Personene laufen über eine Treppe auf den Wall von Haithabu. © NDR Foto: Lukas Knauer

Haithabu und Danewerk: Chancen des Welterbe-Titels

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Warum ist der Welterbetitel so wichtig? Das war Thema in unserer Sendung Zur Sache am Sonntagabend. Moderatorin Nadina von Studnitz hat mit ihren Gästen darüber gesprochen.

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30. Juni 2018: Aufnahme in die Welterbeliste

Der Weg zum Welterbe-Titel war beschwerlich. Die erste Bewerbung ging schief. Seit einem Jahr nun rangiert die Region rund um den letzten Zipfel der Schlei im Kreis Schleswig-Flensburg als drittes Schleswig-Holsteinisches Welterbe in einer Reihe mit der Hansestadt Lübeck und dem Wattenmeer. Am 30. Juni 2018, nahm das Welterbekomitee Danewerk und Haithabu in die Welterbeliste der UNESCO auf.

Wiisenschaftler zu Gast bei NDR 1 Welle Nord

Warum aber ist der Welterbetitel überhaupt so wichtig? Das war Thema in unserer Sendung Zur Sache am Sonntagabend. Moderatorin Nadina von Studnitz sprach unter anderem mit Professor Claus von Carnap-Bornheim, dem Mann, der die Welterbe-Bewerbung maßgeblich vorangetrieben hat. Auch Ulf Ickerodt, der Leiter des Archäologischen Landesamtes, war zu Gast. Der Wissenchaftler sorgt unter anderem für Erhalt und Pflege des Welterbekomplexes. Außerdem zu Gast waren Tourismuschef Max Triphaus von der Ostseefjord Schlei GmbH, Thorsten Lemm vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie, die Bürgermeisterin von Dannewerk, Anke Gosch und der Geschäftsführer des Danewerk/Haithabu e.V.,  Matthias Maluck vom Archäologischen Landesamt.

Videos
04:08
Schleswig-Holstein Magazin

Ein Jahr UNESCO-Welterbe Haithabu-Danewerk

Schleswig-Holstein Magazin

Im Juni 2018 bekam der Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Das bedeutet viel Arbeit. Was hat sich seitdem in der Region verändert? Video (04:08 min)

Sanfter Tourismus ist Ziel

Um zu pflegen, schützen und zu bewahren, brauche man eine breite öffentliche Aufmerksamkeit, so Ickerodt vom Archäologischen Landesamt. Die Marketingleute wiederum wollen mehr Besucher in die Region locken. Allerdings nicht um jeden Preis. Man setze auf sanften Tourismus, sagt Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH.

Tatsächlich sind deutlich mehr Touristen in diesem ersten Welterbe-Jahr in die Region gekommen. Das Wikinger Museum Haithabu hat seine Besucherzahlen deutlich steigern können. Ganz besonders attraktiv ist die Region für die dänischen Touristen. Für sie hat besonders das Danewerk - dänisch "danevirke" - eine besondere historische Bedeutung. Hier verteidigten die Dänen ihr Reich gegen Eindringlinge aus dem Süden. Viele archäologische Schätze liegen noch im Boden verborgen. Aber die Wissenschaftler wollen gar nicht alles ausgraben. Was im Boden liegt, ist bestens konserviert und kann nicht kaputt gehen.

Hoffnung auf Übernachtungsgäste

Für den Tourismuschef der Region ist das eine Herausforderung: Wie kann man Gästen die archäologische Vielfalt der Welterbe-Region vermitteln, wenn ein großer Teil verborgen unter der Grasnarbe liegt? Überhaupt: Es könnten mehr Gäste kommen. Nicht nur Tagestouristen, die sich die Museen anschauen. Sondern Übernachtungsgäste, die Essen gehen und auch mal shoppen wollen. Anders als an Nord- und Ostsee fehlt es im Binnenland an angemessenen Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Freizeitangeboten.

Was hat sich im ersten Welterbe-Jahr verändert? Wo geht die Reise hin für die Menschen, die Wirtschaft und die Archäologen in der Region? Und passen die archäologische Kulturlandschaft und Tourismus überhaupt zusammen?

Haithabu feiert Jubiläum als UNESCO-Welterbe

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 30.06.2019 | 18:05 Uhr

Haithabu und Danewerk: Auf den Spuren der Wikinger

Haithabu an der Schlei war im 10. Jahrhundert das größte Handelszentrum Nordeuropas. Dort lebten Wikinger als Handwerker und Kaufleute. Der Grenzwall Danewerk schützte den Ort. mehr

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Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

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Mitschnitte, Zusammenfassungen, Hintergrundberichte - alles zu den Sendungen "Zur Sache" zum Nachlesen und Nachhören. mehr