Stand: 17.10.2019 14:00 Uhr

Zur Sache: Ist die Verkehrswende machbar?

von Michael Frömter

Der Klimawandel ist spürbar und kein Hirngespinst mehr - das ist bei vielen Menschen im Land inzwischen angekommen. Und die Zeit zum Handeln läuft langsam ab. Seit Jahren weisen der Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und viele seiner Fachkollegen darauf hin: Der Mensch ist Hauptverursacher des gegenwärtigen Klimawandels. Lediglich US-Präsident Donald Trump und rechtskonservative Politiker halten die Erderwärmung immer noch für ein Märchen.

Autoabgase aus einem Auspuff © Fotolia.com Foto: fotohansel

Wie kann die Verkehrswende in SH aussehen?

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Wie eine Verkehrswende in Schleswig-Holstein aussehen kann, war Thema in Zur Sache am Sonntag, 20. Oktober. Gäste waren Jochen Kiphard von Nah.SH, Ingo Ludwichowski vom NABU sowie der Geograf Heiner Monheim.

Klimawandel rückt ins Bewusstsein vieler Menschen

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Klimaschutz: Einfach machen

30.08.2019 21:15 Uhr

Essen und Trinken, Wohnen, Leben und Reisen: Unser Konsum hat Folgen für die Umwelt. Kleine Tipps für den Alltag können beim Klimaschutz helfen. mehr

Nicht zuletzt mit der "Fridays for Future"-Bewegung nimmt die gesellschaftliche Debatte Fahrt auf. Ziel ist es, Schadstoffe wie CO2, Methan und auch andere Gase deutlich zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Doch wie kann das möglichst schnell erreicht werden? Industrie und Wirtschaft, Politik und Bürger - alle sind gefordert zu handeln.

Wege aus der Klimakrise sind gefragt

Eine nachhaltige Landwirtschaft, neue Technologien, Ausstieg aus Braun- und Steinkohle, eine CO2-Abgabe - das alles sind notwendige Maßnahmen für einen effektiveren Klimaschutz. Wann diese Maßnahmen aber greifen werden, ist noch unklar. Mit Sicherheit gehen noch Jahre ins Land. Die Stellschraube, an der am schnellsten gedreht werden kann, um die Emissionen zu senken, ist und bleibt der Verkehr. Und das bedeutet nicht alleine Elektromobilität. Die ist nach Ansicht von Experten ohnehin keine Lösung, solange der Strom nicht zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt. Zudem sind Herstellung und Entsorgung der Lithium-Akkus nicht besonders umweltfreundlich.

Verkehrswende verspricht schnellstmögliche CO2-Reduktion

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E-Mobilität in SH: Zahlen, Daten, Fakten

29.05.2017 05:10 Uhr

Rechnet sich ein E-Auto in der Anschaffung? Ist der Akku wirklich leistungsstark, und wie steht's um die Umweltbilanz? Wir haben Zahlen, Daten und Fakten rund um Elektroautos zusammengefasst. mehr

"Bisher ist der deutsche Verkehrssektor seinen Beitrag zum Erreichen der nationalen Klimaziele im Gegensatz zu den anderen Sektoren weitgehend schuldig geblieben", heißt es in einer gemeinsamen Studie der Umweltorganisationen WWF Deutschland, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD). Die Verbände fordern bereits seit 2014 ein effizientes Verkehrssystem, das die klimafreundlicheren Optionen sowohl des Güter- als auch des Personenverkehrs in den Vordergrund rückt.

Anforderungen an Mobilitätswende sind hoch

Eine nachhaltige Verkehrswende fängt nach Ansicht aller Experten in den Köpfen der Menschen an. Wie schwierig das sein kann, zeigt die Diskussion um ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Obwohl Tempo 130 nichts kosten würde, sind viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch eine Mehrheit in der Politik, bislang dagegen.

Da auch die hochgelobte E-Mobilität nur eine Brückentechnologie sein kann, sind neue Technologien und Konzepte gefragt. In der Landeshauptstadt Kiel ist eine Stadtregionalbahn wieder im Gespräch. Neben Straßenbahnen gibt es aber noch zahlreiche andere Fragen, die zu diskutieren sind:

- Wie weit soll die E-Mobilität gehen?
- Welche Rolle spielt Wasserstoff?
- Reicht das Verkehrswegenetz überhaupt aus, vor allem in Hinblick auf die ländlichen Räume?
- Wie werden Autos, Fahrräder, Bahnen, innerstädtische Verkehrsmittel und Schiffe besser miteinander vernetzt?
- Welche Rolle können autonom fahrende Verkehrsmittel übernehmen?
- Wie muss sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verändern?
- Wie muss sich das Verhalten der Menschen verändern?

Diskussion mit Verkehrsexperten

Wie kann eine Verkehrswende in Schleswig-Holstein aussehen? Was sind die Bürgerinnen und Bürger bereit zu verändern? Was darf das kosten? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt unserer Sendung Zur Sache am Sonntag, 20. Oktober auf NDR 1 Welle Nord. Gäste im Studio bei Moderatorin Rebekka Merholz waren Jochen Kiphard von der Verkehrsgesellschaft Nah.SH, Ingo Ludwichowski vom NABU sowie der Geograf, Stadt- und Verkehrsplaner Heiner Monheim.

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Klimawandel: Schleswig-Holsteiner sollten handeln

07.10.2019 12:00 Uhr

Zunehmend kommen im Norden Extremwetterlagen mit Starkregen vor - der Klimawandel sorgt für Handlungsbedarf. Die Schleswig-Holsteiner sind möglicherweise nicht gut genug vorbereitet. mehr

Klimastreik: Zehntausende in SH auf den Straßen

20.09.2019 22:00 Uhr

In vielen Orten in Schleswig-Holstein sind Menschen auf die Straßen gegangen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Insgesamt waren mehr als 35.000 Demonstranten unterwegs. mehr

#wetterextrem - Der Norden im Klimawandel

Die Erde wird immer wärmer. Wetterextreme oder der Anstieg des Meeresspiegels sind die Folgen - sie zeigen sich auch in Norddeutschland. Informationen und Hintergründe. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 20.10.2019 | 18:05 Uhr

Podcast

Podcast: Zur Sache

Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

Die Themen im Überblick

Mitschnitte, Zusammenfassungen, Hintergrundberichte - alles zu den Sendungen "Zur Sache" zum Nachlesen und Nachhören. mehr