Stand: 18.10.2018 19:07 Uhr

Umweltminister Albrecht: Grüner Senkrechtstarter

von Michael Frömter

Äußerlich wirkt Jan Philipp Albrecht jugendlich, frisch, dynamisch. Doch wer ist der Mensch hinter der äußeren Fassade, welche Art von Politik vertritt der Senkrechtstarter der Grünen? Schleswig-Holsteins neuer Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung ist Norddeutscher, wenn auch kein Schleswig-Holsteiner. Geboren 1982 in Braunschweig in Niedersachsen, aufgewachsen in Wolfenbüttel. In Bremen, Brüssel und Berlin studierte er Jura. Seine beruflichen Ziele verfolgte er gradlinig. Schon während des Studiums war er offenbar ein "Überflieger", der von der Heinrich-Böll Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert wurde.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sitzt im Hörfunkstudio neben Moderatorin Michaela Aßmann. © NDR Foto: Jörn Schaar

Zur Sache: Grüner Senkrechtstarter

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Der neue grüne UmweltministerJan Philipp Albrecht glaubt, die Politik lebt von den Menschen, die die Ämter ausfüllen. Er will nicht alles anders machen als sein Vorgänger, aber sich mit neuem Blickwinkel einbringen.

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Vom examinierten Juristen zum Berufspolitiker

Albrecht, der neben der deutschen auch die französische Staatsbürgerschaft hat, engagierte sich schon frühzeitig politisch und fand 1999 seine politische Heimat bei den Grünen. Bereits mit 26 wurde er als damals jüngster deutscher Abgeordneter ins Europaparlament gewählt, dem er bis zum Wechsel in die Kieler Landesregierung angehörte. Seine Themenschwerpunkte: Innen- und Justizpolitik sowie die Zukunft von Grundrechten im digitalen Zeitalter. Nun als Minister in Schleswig-Holstein wird er auch mit den klassischen Themen der Grünen konfrontiert.

"Herausforderung Landwirtschaft" für den neuen Agrarminister

Knapp 80 Tage im Amt wird der neue Minister mit der Realität der Bauern konfrontiert. Ob Dürreschäden der Acker-Bauern oder die möglichen Gefahren der Wölfe für die Schafhalter: Minister Albrecht muss sich der Probleme annehmen, und sich vor allem in die neue Materie einarbeiten. Ob er in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Robert Habeck treten kann, wird er noch beweisen müssen. Dass das nicht leicht wird, hat Albrecht erst vor ein paar Tagen erfahren müssen, als er sich wegen der Wölfe mit dem Zorn der Schafhalter auf Eiderstedt konfrontiert sah.

Herausforderungen könnten für den Minister mögliche Auseinandersetzungen mit Windkraft- oder Autobahn-Gegnern sein oder Fischern, die durch Beschränkung der Fangquoten ihre Existenz gefährdet sehen. Entscheidungen wird der neue Minister aber auch fällen müssen beim Rückbau der Atomkraftwerke im Land und den Zwischen- und Endlagern für den Atommüll. Keine leichten Aufgaben.

In der Sendung Zur Sache konnten Hörer mit Jan Philipp Albrecht diskutieren - über ihre Erwartungen und wo sich etwas in seinem Zuständigkeitsbereich ändern muss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 21.10.2018 | 18:05 Uhr

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Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

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