Sendedatum: 07.10.2018 18:05 Uhr

So wird Ihr Garten zum Herbstparadies

Für viele Gartenfreunde ist er eine der schönsten Zeiten im Jahr: Der goldene Herbst. Wenn das Grün langsam ins Rot und Orange wechselt und dieser ganz besondere Herbstduft in der Luft liegt, zieht es manch einen noch einmal in den Garten, um ihn fit für den Herbst zu machen. Dabei stellen sich viele Fragen. Worauf sollte man beim Kauf von Topfpflanzen achten? Wie helfen Sie den nützlichen Bewohnern Ihres Gartens bei ihren Vorbereitungen für den Winter? Wie können Sie Rasen und Stauden optimal für den Winter vorbereiten? Unser Gartenexperte Thomas Balster beantwortet Ihnen diese und weitere Fragen.

Diese Pflanzen verschönern den Herbst

Pflanzen für den Herbst

Welche Blumen, welches Obst oder Gemüse in Ihrem Garten gut gedeiht, hängt von der Beschaffenheit des Bodens und vom Klima ab. Da Standortbedingungen nur geringfügig veränderbar sind, sollten Sie Arten und Sorten wählen, deren Ansprüche mit den Gegebenheiten übereinstimmen. Wenn Sie zusätzlich auf robuste und gegen Krankheiten widerstandsfähige Sorten setzen, werden Sie weniger Pflegeaufwand und noch mehr Freude im Garten haben.

Tipps für Ihren Garteneinkauf

Achten Sie bei Pflanzen aus Plastiktöpfen (Container-Pflanzen) auf die Wurzeln. Der Ballen der Topfpflanzen sollte gut durchwurzelt, aber nicht verfilzt sein. Wenn die Wurzeln feste Ringe bilden, haben sie später große Probleme beim Anwachsen. Achten Sie auch auf gesunde Wurzeln, die hell und keinesfalls schwarz sind oder gar faulig riechen. In Baumschulen werden jetzt auch Gehölze ohne festen Erdballen angeboten. Diese Pflanzen wachsen sicher an und sind preiswert, weil sie einfacher zu produzieren sind.

Noch ist Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen

Sie freuen sich jetzt schon auf den Frühling und wollen sich dann über farbige Blütenmeere im saftig grünen Gras freuen? Dann müssen Sie jetzt schon vorsorgen. Blumenzwiebeln stecken voller Überraschungen. Dafür braucht es allerdings einen Garten mit genügend Freiraum, Geduld und ein wenig Nachhilfe. Für den Rasen sind Arten geeignet, die früh blühen und niedrig wachsen - denn ihr Laub muss vor dem Mähen, spätestens im Juni, abgestorben sein.

Bei der Gartenarbeit an die Tiere denken

Einige nützliche Gartenbewohner wie Igel, Spitzmaus, Kröte oder Marienkäfer suchen derzeit ein passendes Winterquartier. Den Tieren genügen etwas Wildnis, verwelkte Stauden, liegengelassenes Falllaub, Stein- und Reisighaufen. Geradezu lebensfeindlich hingegen sind leergeräumte und gar mit dem Laubbläser gesäuberte Gärten. Das viele Pflanzenmaterial, das derzeit anfällt, kann aber nicht nur den Tieren helfen, es ist auch die ideale Voraussetzung für eine Kompostmiete.

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Kompostmiete richtig anlegen

Je feiner das Material zerkleinert wird, desto kürzer dauert die Rotte. Mit einem Häcksler können Sie nicht nur Zweige, sondern auch feste Stängel kompostgerecht zerkleinern. Einfach hartes und weiches sowie trockenes und feuchtes Material miteinander mischen. Die Mischungen werden dann Schicht um Schicht zu einer Miete geformt. Für kleinere Mengen ist ein Kompostsilo oder ein Thermokomposter empfehlenswert.

Diese Pflanzen haben eine schöne Herbstfärbung

Terrassenpflanzen im Winter schützen

Die Saison für Terrassenpflanzen aus mediterranen Ländern neigt sich dem Ende entgegen. Sollte das Winterquartier keine optimalen Wachstumsbedingungen bieten, dann ist es für die Pflanzen am besten, wenn sie möglichst lange draußen bleiben. Weichlaubige Exoten wie Geranie, Fuchsie oder Strauchmargerite müssen vor dem ersten Nachtfrost ins Geschützte umziehen. Pflanzen mit harten Blättern wie Oleander, Olive oder Orangenbaum vertragen leichte Nachtfröste, insbesondere, wenn sie mit Vlies abgedeckt und dicht an die Hauswand gerückt werden.

Rotes Laub im Japanischen Garten bei Planten un Blomen © Wende, Jens Foto: Wende, Jens

Zur Sache: So wird Ihr Garten zum Herbstparadies

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

In der goldenen Jahreszeit ist es besonders schön im Garten. Jetzt können Sie Neues pflanzen und Tieren ein Winderquartier schaffen. Experte Thomas Balster gibt Gartentipps für den Herbst.

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Fürs Überwintern gilt: Je heller der Raum, desto wärmer darf er sein. Je dunkler das Winterquartier ist, desto kälter, aber noch frostfrei, muss es sein. Unter solchen Umständen benötigen die Pflanzen sehr wenig Wasser. Sparsames Gießen einmal im Monat genügt. Gehölze wie Granatapfel oder Feige, die ihre Blätter abwerfen, können auch im Dunklen stehen.

Rasen und Stauden richtig vorbereiten

Rasen und wintergrüne Stauden wie Hornkraut, Purpurglöckchen, Gänse- und Schaumkresse brauchen auch in der kalten Jahreszeit das Tageslicht zum Überleben. Deshalb sollte das Laub häufiger gefegt werden. 

Eine kalireiche Düngung im Herbst macht zudem den Rasen für den Winter fit. Im Fachhandel werden für diesen Zweck spezielle Rasendünger angeboten. Und auch dem Gartenteich sollte man seine Aufmerksamkeit schenken, denn: Das Wasser wird faulig, wenn sich Pflanzenreste oder Fischfutter zersetzen. Deshalb sollten Fadenalgen und abgestorbene Pflanzenteile abgefischt werden. Unter zehn Grad Wassertemperatur brauchen die Fische kein Futter mehr. Ein über den Teich gespanntes Netz verhindert, dass Laub ins Wasser fällt.

So pflegen Sie den Gartenteich im Herbst

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 07.10.2018 | 18:05 Uhr

Die Themen im Überblick

Mitschnitte, Zusammenfassungen, Hintergrundberichte - alles zu den Sendungen "Zur Sache" zum Nachlesen und Nachhören. mehr