Prof. Dr. Wilhelm Knelangen in einem Studiogespräch im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein in Kiel. © NDR Foto: Christoph Klipp

Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen über die kleinen Parteien

Stand: 22.09.2021 17:57 Uhr

In der letzten Folge von Zur Sache Spezial vor der Bundestagswahl trifft Landeshauskorrespondentin Anna Grusnick von NDR 1 Welle Nord Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen.

Bei der Bundestagswahl am Sonntag stehen auf dem Wahlzettel in Schleswig-Holstein insgesamt 21 Parteien - vor vier Jahren waren es noch zwölf. Und noch mehr kleinere Parteien sind dieses Mal dabei. Wie ihre Chancen stehen - dazu hat Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen von der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Interview mit NDR Schleswig-Holstein seine Einschätzungen abgegeben.

Zeichen von Unzufriedenheit

Er räumt den Freien Wählern eine gewisse Chance ein, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. In Umfragen lag die Partei bislang zwischen etwa drei und vier Prozent. Viele andere kleinere Parteien kämpfen aus Sicht des Experten zunächst um 0,5 Prozent der Stimmen - bei diesem Wert hätten sie Anspruch auf eine staatliche Teilfinanzierung der Wahlkampfkosten.

Dass die Anzahl der kleinen Parteien zugenommen hat, sei ein Zeichen von Unzufriedenheit mit den etablierteren Parteien, meinte Politikwissenschaftler Knelangen in der Sendung "Zur Sache Spezial". Die Stimmen für diese kleineren Parteien könnten am Sonntag entscheidend sein: Denn möglicherweise fehlen sie einer etablierteren Partei, so Knelangen.

Prof. Dr. Wilhelm Knelangen lächelt neben einem NDR1 Welle Nord Aufsteller in die Kamera. © NDR Foto: Christoph Klipp
AUDIO: Zur Sache Spezial: Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen (17 Min)

 

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