Sendedatum: 30.04.2020 08:40 Uhr

Corona: Digitales Anbaden für Helden

Sportschwimmer im Freibad Lensahn im Sonnenaufgang © NDR Foto: Andreas Beer
Anders als in den letzten Jahren bleiben die Freibäder aufgrund der Corona-Pandemie noch geschlossen.

In der Sonne auf dem Handtuch liegen, zwischendurch ins kühle Nass springen und danach eine Portion Pommes essen: Normalerweise ist der Mai der Monat, in dem viele Freibäder nach der Winterpause wieder öffnen. Traditionell wird bereits ab dem 1. Mai gerutscht, geplantscht und geschwommen. Dieses Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie alles anders, so auch das traditionelle Anbaden, welches jährlich an vielen Küstenorten die Badesaison eröffnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie darauf verzichten müssen. Anbaden können Sie ganz einfach selbst - digital und von zuhause.

Worum geht es bei der Aktion?

Die Aktion ist eine sogenannte "Internet-Challenge" und gleichzeitig ein Spendenaufruf. Sie funktioniert ähnlich wie die 2014 populäre "Ice Bucket Challenge": Unter dem Motto "Anbaden für Helden" werden Videos veröffentlicht, die auf die Aktion aufmerksam machen sollen. Teilnehmen kann jeder, der Lust dazu hat. Die Initiatoren sind der Ostsee-Holstein-Tourismus e. V. (OHT) und die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, die so Geld für Helden sammeln.

Helden seien für die Veranstalter beim Thema "Anbaden" die Mitarbeiter des DLRG oder der Wasserwacht: "Sie sorgen seit Jahrzehnten für einen sicheren Badeurlaub am Strand und sind damit unsere Ostsee-Helden." Dabei muss es nicht einmal um Geld gehen. Spenden können laut der Webseite des Veranstalters auch Restaurantgutscheine oder ein Frühstück sein, welches man zum Beispiel einem DLRG Ortsverband ausgibt. Es könne aber jeder für seine persönlichen Helden spenden.

Wie das digitale Anbaden funktioniert

Während sich die Ostseefans in den Vorjahren immer in die Fluten stürzten, können Sie dieses Jahr stattdessen kreativ werden und anbaden, wo auch immer Sie wollen: in der Badewanne, im Planschbecken, im Gartenteich oder in der Regentonne. Für den besonderen Spaß können Sie dabei auch ein Kostüm tragen. Hauptsache, der Sprung ins Wasser wird gefilmt und auf Sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #anbadenfürhelden hochgeladen. Die ersten Videos teilt der OHT auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen. Von dort soll sich die Aktion nach und nach mit mehr Videos verbreiten, um so Gelder für die Helden zu sammeln.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Horst und Mandy am Morgen | 30.04.2020 | 08:40 Uhr

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