Stand: 19.11.2019 07:00 Uhr

Hier müssen Autofahrer mit Wild rechnen

Bis zu 16.000 Verkehrsunfälle mit Wild gibt es in Schleswig-Holstein jährlich. Zum Glück verlaufen die meisten von ihnen glimpflich. Insbesondere in der Dämmerung kommt es zu Unfällen. Erst am Montag mussten Polizisten einen Hirschen in der Nähe eines Rastplatzes an der A215 bei Blumenthal erlegen, bevor er dem Straßenverkehr gefährlich werden konnte.

Das Tier hatte sich seit mehr als einer Woche vor allem abends und nachts immer wieder direkt neben der Fahrbahn der A215 herumgetrieben. Ob ein Tier erlegt wird, entscheidet die Polizei, erklärt der Geschäftsführer des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein, Marcus Börner.

Auf welchen Straßen sollten Autofahrer mit Wild rechnen

Grundsätzlich müssen Autofahrer in Schleswig-Holstein überall mit Wild rechnen. Relativ häufig passieren laut Börner Wildunfälle auf folgenden Strecken:

  • B202, Rastorfer Kreuz
  • B202, bei der A1 Höhe Oldenburg
  • B76, zwischen Plön und Preetz
  • K61, bei Damp an der Ostsee

Wildunfälle mit angepasster Geschwindigkeit vermeiden

Um Wildunfälle zu verhindern, gäbe es mehrere Möglichkeiten, so Börner. Verkehrsschutzzäune verhindern zum Beispiel, dass Wild auf die Fahrbahn läuft. Sie kommen vor allem auf Autobahnen zum Einsatz. Blaue Halbkreisreflektoren sollen Wild ebenfalls von den Straßen fernhalten. "Ganz wichtig ist eine angepasste Fahrweise", sagt Marcus Börner. "Alles, was schneller ist als 60 Kilometer pro Stunde, kann das Wild nicht richtig einschätzen." Bei einer höheren Geschwindigkeit erhöhe sich also auch die Gefahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Horst und Mandy am Morgen | 19.11.2019 | 07:00 Uhr