Sendedatum: 29.03.2019 14:40 Uhr

Ein Schrank gegen Lebensmittelverschwendung

In dem grünen Schrank mitten in Lübeck ist Platz für Lebensmittel, die nicht mehr verbraucht werden, aber noch zu schade für die Mülltonne sind.

Mitten in Lübeck, an der Kreuzung St.-Jürgen-Ring und Kronsforder Allee steht seit Ende März ein grüner Schrank. Der Schriftzug "foodsharing fairteiler" ziert ihn, ebenso wie aufgemaltes Gemüse. In seinem Inneren ist Platz für Lebensmittel. Die Idee dahinter: Lebensmittel, die man selbst nicht mehr verbraucht, anderen unkompliziert zugänglich machen. Die geschenkten Kekse, die einem eigentlich gar nicht schmecken, das Gemüse, das man vor dem Urlaub nicht mehr verbrauchen kann oder das überschüssige Obst aus dem eigenen Garten - ein anderer freut sich sicher noch darüber. Das Konzept ist nicht neu, in vielen Städten gibt es solche Foodsharing-Schränke bereits. Die Studentin Nele Herbst fand die Idee gut und brachte sie in die Hansestadt.

Nicht alles darf rein

Doch natürlich gibt es auch bei einem öffentlichen Schrank Regeln, was rein darf und was nicht. Lebensmittel, die gekühlt gelagert werden müssen, dürfen zum Beispiel hier nicht abgelegt werden, Backwaren und Alkohol ebenfalls nicht. "Dann ist es auch wichtig, dass es Sachen sind, die man selber noch essen würde. Das Mindesthaltbarkeitsdatum darf abgelaufen sein, aber die Sachen müssen noch verpackt sein", erklärt Herbst. Der Schrank ist immer geöffnet und die Resonanz bisher durchweg positiv. Lebensmittel, die die Studentin selbst hineingelegt hat, haben bisher immer einen Abnehmer gefunden. "Ich freu' mich total, dass es so vielen Leuten gefällt. Ich denke, das funktioniert schon", resümiert Herbst. Sie hofft sogar, dass der Schrank so gut ankommt, dass noch viel mehr grüne Schränke in Schleswig-Holstein dazu kommen werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Der Nachmittag | 29.03.2019 | 14:40 Uhr