Stand: 12.10.2017 15:57 Uhr

Joja Wendt - ein Botschafter für das Klavier

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Das Klavier immer in Reichweite: Für das Treffen mit Joja Wendt (r.) verlegte NDR Redakteur Roger Lindhorst das Interview extra in den Kleinen Sendesaal des NDR.

Er brennt für seine Musik - mehr noch: Joja Wendt sieht sich selbst "als Botschafter für das Klavier" und möchte möglichst viele Menschen für sein Lieblingsinstrument begeistern. "Das Klavier ist ein Orchester für sich. Man drückt eine Taste und hat sofort einen Ton", sagt Wendt mit einem Leuchten in den Augen. "Man kann Melodien spielen, Harmonien, den Bass - alles gleichzeitig."

Ein Ping-Pong-Song für eine halbe Millarde Chinesen

Und Wendt weiß wovon er spricht. Der 53-jährige Vollblutmusiker ist rumgekommen in seinem Leben, hat sich mittlerweile mit seinem Charme, Witz und Können eine weltweite Fangemeinde aufgebaut. Egal, ob er mit seinem Boogie-Woogie in urigen Kneipen auftritt, mit dem Ping-Pong-Song vor einer halben Milliarde Chinesen spielt oder sich beim größten Heavy-Metal-Festival in Wacken vor 80 000 Hardrock-Fans präsentiert - der Name Joja Wendt ist mittlerweile zu einer Marke geworden, auch gerade deshalb, weil er stilistisch in keine Schublade passt.

Geholfen hat im dabei auch Joe Cocker, im Jahr 1990. Dem Weltstar fiel damals das Talent des sympathischen Hamburgers bei einem Auftritt in einer Szene-Kneipe auf, worauf Cocker ihn prompt für sein Vorprogramm engagierte. Bereits einen Tag darauf saß Wendt zum ersten Mal auf einer riesigen Bühne und wurde von tausenden Zuschauern gefeiert. "Da wusste ich, dass ich nur mit meinem Klavier auch große Massen unterhalten kann. Das war ein Schlüsselmoment in meiner Karriere!"

Es gab Zeiten, da hat er den ganzen Tag Klavier gespielt

Die große Leidenschaft für sein geliebtes Tasteninstrument hatte sich bei Joja Wendt bereits in der Jugend entwickelt. "Es gab Zeiten, da habe ich wirklich von acht Uhr morgens bis zwei Uhr nachts Klavier gespielt", sagt er heute. "Ohne einen Zwang der Eltern, es war eher mein innerer Drang."

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Drei, die sich verstehen (v.l.): Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Clausen. Gemeinsam treten sie als die Söhne Hamburgs auf.

Dieses Bedürfnis treibt ihn bis heute an, und er ist fest davon überzeugt, dass Klavierspielen das Leben auch lebenswerter macht: "Es gibt Studien, die beweisen, dass Klavierspielen die Leute gesünder, glücklicher und attraktiver macht." Für den Pianisten noch ein Grund mehr, auf der Bühne seinem Publikum all seine erlernten Techniken zu präsentieren - eben seine "Hommage an das Klavier". NDR Redakteur Roger Lindhorst hat mit dem klarvierverrückten Entertainer gesprochen - über die Musik, die Karriere und über die Familie. Zu hören ist das spannende Interview, am Freitag (13 Uhr), in der Sendung Klönschnack auf NDR Plus.

 

Joja Wendt auf Tour

21. November: Hannover (Theater am Aegi)
23. November: Bremen (Die Glocke)

Joja Wendt mit den Söhnen Hamburgs

8. Dezember: Hamburg (Barclaycard-Arena)
10. Dezember Heide (Söhne Hamburgs) Stadttheater
11. Dezember Kiel (Söhne Hamburgs) Schloss
12. Dezember Flensburg (Söhne Hamburgs) Deutsches Haus
13. Dezember Husum (Söhne Hamburgs) MHC Messe & Congress
15. Dezember: Celle (Congress-Union)
16. Dezember: Cuxhaven (Kugelbake-Halle)
18. Dezember: Wilhelmshaven (Stadthalle)
19. Dezember: Lübeck (Söhne Hamburgs) MuK

Dieses Thema im Programm:

NDR Plus | 22.10.2017 | 19:00 Uhr

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