Stand: 09.03.2017 13:44 Uhr

Maria Ketikidou und "ihr" Großstadtrevier

von Stefanie Grossmann, NDR.de

Auf der Straße sprechen sie die Menschen mit dem Namen "Harry" an - so fest verwurzelt ist Maria Ketikidou mittlerweile in der Kultserie Großstadtrevier. Seit mehr als 20 Jahren schlüpft die Schauspielerin dort in die Rolle der Polizistin Hariklia "Harry" Möller auf dem 14. Revier. Genauso fest verankert ist Ketikidou in Hamburg: Die Tochter griechischer Eltern kommt in Hagen auf die Welt, wächst in Itzehoe auf und möchte längst nur noch in der Hansestadt leben.

Ketikidou mag kein großes Gewese

Ketikidou bezeichnet sie sich selbst als "Wassermensch" - sie verbringt viel Zeit an Alster und Elbe, mit vielen norddeutschen Freunden, deren Art der quirligen Frau so sehr ans Herz gewachsen ist. Harter Schale, weicher Kern, das macht die Menschen in ihren Augen hier so "wahnsinnig liebenswert". Sie selbst beschreibt sich als unprätentiös, und macht nicht gerne ein großes Gewese um sich.

Durchbruch mit "Sterne des Südens"

Bevor sie als Zivilfahnderin "Harry" im Großstadtrevier Dienst an der Waffe tut, spielt sie als 16-Jährige eine Sängerin in "Heartbreakers" unter der Regie von Peter F. Bringmann. Der Film bekommt 1983 den Deutschen Filmpreis in Silber. Den Durchbruch schafft Ketikidou knapp zehn Jahre später mit der ARD-Serie "Sterne des Südens". Dort mimt sie die griechische Klub-Animateurin Katharina. 1993 dreht Ketikidou die ersten Folgen Großstadtrevier, noch unter der Regie von Jürgen Roland, dem "Vater" und Erfinder der Serie.

Anerkennung von der Polizei

Maria Ketikidou zu Gast bei Bettina Tietjen © NDR 2 Fotograf: Andreas Sorgenfrey

Maria Ketikidou zu Gast bei Tietjen talkt

NDR 2 - Tietjen talkt -

Seit 23 Jahren gibt die Schauspielerin Maria Ketikidou die Zivilfahnderin Harry Möller im "Großstadtrevier" und zeigt sich auch in der 30. Staffel nicht dienstmüde.

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Mittlerweile ist sie die dienstälteste Polizistin im Großstadtrevier, nur Jan Fedder, den sie "Janni" nennt, ist länger dabei. Deshalb ist Ketikidou auch das Gesicht des Großstadtreviers. Anfänglich vom Kollegen Edgar Hoppe noch als "Schülerlotsin" verspottet, hat sie sich zu einer gestandenen Polizistin entwickelt. Dass sie und Fedder mit der "nötigen Portion Humor als Polizisten zum Anfassen im Hamburger Kiez für Recht und Ordnung sorgen", ist der Deutschen Polizeigewerkschaft, Landesverband Bayern, 2005 sogar eine Auszeichnung zur Ehrenkommissarin wert. Den Beruf wechselt Ketikidou trotz der Lorbeeren auf keinen Fall: "Auch wenn ich schon so lange die Polizistin spiele, könnte ich es in der Realität nicht wirklich sein", sagt sie.

Wenn schon ein Berufswechsel, dann vielleicht in das Musikmetier. Denn wenn Ketikidou nicht vor der Kamera steht, legt sie ab und an hobbymäßig als DJ auf: Musik sei eine ihrer größten Leidenschaften. "Wäre auch kein schlechter Beruf gewesen - würde ich wahrscheinlich machen, wenn ich nicht spielen würde."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Tietjen talkt | 05.03.2017 | 22:00 Uhr

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