Stand: 22.08.2016 13:06 Uhr

Tod einer "Gorch Fock"-Kadettin wird verfilmt

Im Jahr 2008 ging Kadettin Jenny Böken über Bord der "Gorch Fock" und starb.

Der Fall ist bis heute rätselhaft: Während einer Nachtwache auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" ging die Kadettin Jenny Böken 2008 über Bord. Warum, das konnte nie geklärt werden. Die Leiche Bökens wurde Tage später in der Nordsee entdeckt. Der mysteriöse Tod der jungen Frau wird nun verfilmt. Grimme-Preisträger Raymond Ley wird einen Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel "Kalte Wasser" über die Ereignisse an Bord des Segelschulschiffes vom 23. August bis zum 15. September inszenieren.

Maria Dragus als Hauptdarstellerin

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Schon mehrfach ausgezeichnet: Maria Dragus. (Archivbild)

Gemeinsam mit Hannah Ley schrieb der Preisträger auch das Drehbuch. Der Film ist angelehnt an die wahren Ereignisse und inspiriert von dem Sachbuch "Unser Kind ist tot" der Journalistin Dona Kujacinski. Hauptdarstellerin ist die bereits mehrfach ausgezeichnete Maria Dragus ("Das weiße Band"). An ihrer Seite spielen Lisa Hrdina, Harald Schrott und Miroslaw Baka.

Eltern unterstützen Filmprojekt

Produzenten im Auftrag des NDR und der ARD Degeto sind Nico Hofmann und Marc Lepetit (UFA Fiction GmbH). Gedreht wird in Gdynia und Umgebung (Danziger Bucht, Polen), als Kulisse dient das Schiff "Dar Mlodziezy". Ergänzend zum Fernsehfilm dreht Raymond Ley eine 30-minütige Dokumentation über den Fall Jenny Böken. Gesendet werden sollen Film und Doku voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 im Ersten. "Wir sind Nico Hofmann und UFA Fiction für ihr Interesse an dem Schicksal unserer Tochter Jenny sehr dankbar. Vielleicht hilft eine Verfilmung dabei, die Umstände ihres Todes zu klären", erklärten dazu Marlis und Uwe Böken, die Eltern der verunglückten Kadettin.

Juristische Aufarbeitung noch nicht beendet

Die Kieler Staatsanwaltschaft sprach im Fall Jenny Böken von einem tragischen Unglück. Weil die Todesumstände aber bisher nicht vollständig geklärt werden konnten, wird der Fall weiter vor Gericht verhandelt. Von Mitte September an befasst sich das Oberverwaltungsgericht in Münster damit. Neben dem damaligen Kapitän Norbert Schatz soll auch der damalige Schiffsarzt Wolfgang Föhr zu Wort kommen - erstmals in einem öffentlichen Verfahren. Möglicherweise wird auch die Frau aussagen, die behauptet, dass die Krankenakte manipuliert worden sei.

Hintergrund

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Dieses Thema im Programm:

21.08.2016 | 19:30 Uhr

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