Stand: 26.11.2018 12:00 Uhr

Flensburgs Handballer erfüllen sich den Traum

von Rudi Dautwiz

Am Abend des 22. März 2018 stand für die Handballer der SG Flensburg-Handewitt fest: Der Kampf um die Meisterschaft ist gelaufen. Nach einer 23:29-Pleite in Magdeburg war die Mannschaft auf den dritten Platz der Handball-Bundesliga zurückgefallen, der Rückstand zum Spitzenreiter - den Rhein-Neckar Löwen - auf vier Punkte angewachsen. Doch es sollte ganz anders kommen. Denn 73 Tage später wurde nicht in Mannheim, sondern in Flensburg der Titel gefeiert. Typisch für die Saison der SG: Im letzten Spiel gegen stark ersatzgeschwächte Göppinger reichte es gerade einmal zu einem 22:21-Zittersieg. Nur ein Tor weniger und die Party-Bühne vor der Flensburger Arena wäre nach dem Spiel wohl ganz schnell abgebaut worden.

Ein halb angeschnittenes Vereinslogo von der SF Flensburg-Handewitt. © NDR

SG Flensburg-Handewitt im Kurzporträt

Schleswig-Holstein Magazin -

Jahrelang hatten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt die zweite Meisterschaft in der Bundesliga knapp verpasst. Auch 2018 lief alles gegen sie. Doch es folgte eine unglaubliche Serie.

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Viele sprechen von einem Wunder

So aber feierten viele tausend Flensburger Fans den Titel mit der Mannschaft bis tief in die Nacht. "Meister zu werden ist etwas ganz, ganz Besonderes. Ich bin so stolz", sagte Lasse Svan damals. Für den Linksaußen war ein Traum wahr geworden. Den Pokal und die Champions League hatte der Däne mit der SG schon gewonnen. Es fehlte nur noch die Meisterschaft, die in den Jahren zuvor so oft, so knapp verpasst wurde. In diesem Sommer war es nun endlich soweit.

Einen Teil dazu beigetragen hatten die Rhein-Neckar Löwen, die sich ausgerechnet im Saison-Finale ihre einzige Schwächephase nahmen. Es hätte trotzdem zum Titel gereicht, wenn nicht die SG Flensburg-Handewitt nach der Niederlage in Magdeburg statt aufzugeben noch einmal zum Endspurt angesetzt hätte. Mit acht Siegen - unter anderen auch beim THW Kiel - entriss die SG den Löwen die Meisterschaft. Für viele war es ein Handball-Wunder.

Trainer Machulla meistert Umbruch

Der Party folgte der große Umbruch. Sechs Spieler, darunter langjährige Leistungsträger wie Matthias Andersson und Thomas Mogensen, beendeten ihre Karriere oder verließen den Verein. Sechs neue Spieler musste Trainer Maik Machulla in nur wenigen Wochen an das hohe Bundesliga-Niveau heranführen. Ein Dutzend Siege später konnte festgestellt werden: Es ist ihm gelungen.

Zwar ist die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League nur Mittelmaß und im Pokal-Achtelfinale ausgeschieden, in der Bundesliga aber stellte die Mannschaft einen neuen Vereinsrekord auf. Saisonübergreifend hatte sie im Oktober die Marke von 18 Bundesliga-Siegen in Folge erreicht - und baute diese Serie sogar noch aus. Das hatten selbst so große Spieler wie Jan Holpert, Christian Berge oder Lars Christiansen vergeblich versucht.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 13.12.2018 | 19:30 Uhr

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