Stand: 23.08.2018 11:09 Uhr

Zverev will mit Coach Lendl nach ganz oben

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Ivan Lendl gehört nun zum Trainerteam von Alexander Zverev.

270 Wochen war Ivan Lendl die Nummer eins der Tennis-Welt, gewann 94 Turniere und holte acht Grand-Slam-Titel: Wenn dann eben dieser Lendl sagt, dass Alexander Zverev "eine künftige Nummer eins" ist, dann ist das mehr als nur eine fundierte Meinung. Das klingt fast nach einem Versprechen - zumal der Tscheche künftig zum Trainer-Team des jungen Hamburgers zählt. Wenige Tage vor den US Open (ab 27. August) postete die deutsche Nummer eins ein Bild vom Trainingsplatz in New York und schrieb dazu: "Willkommen im Team, Ivan Lendl". Zverevs Manager Patricio Apey kündigte zudem eine "feste und langfristige" Zusammenarbeit mit dem 59-jährigen Altmeister an.

Experiment mit Ferrero scheiterte

Es ist Zverevs zweiter Versuch mit einem sogenannten "Supercoach", einem Trainer also, der einst selbst große Erfolge als Spieler feierte. Im vergangenen Jahr hatte der 21-Jährige ebenfalls im Vorfeld der US Open den Spanier Juan Carlos Ferrero ins Boot geholt. Nach vielversprechenden Ansätzen endete die Zusammenarbeit im Frühjahr nach einem Streit am Rande der Australian Open krachend - inklusive eines anschließenden Rosenkriegs mit gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Pleiten in Toronto und Cincinnati

Zverev hatte daraufhin angekündigt, zunächst wieder einzig und allein auf sein angestammtes Team mit Vater und Trainer Alexander senior, Bruder Mischa, Mutter Irina und Fitnesscoach Jez Green zu bauen. Ein zusätzlicher Trainer komme nur in Frage, "wenn ich Probleme habe", sagte er im April. Nach seinem vielversprechenden Auftakt in die Hartplatz-Saison mit dem Turniersieg in Washington schwächelte der Weltranglisten-Vierte und erkannte nach zwei unerwartet frühen Pleiten in Toronto und Cincinnati nun Handlungsbedarf.

Lendl führte Murray in die Weltspitze

Denn trotz aller Erfolge auf der ATP-Tour wartet Zverev noch immer auf den ganz großen Durchbruch bei einem Grand Slam - in New York bietet sich ab Montag die nächste Chance. Und dass er einem hochtalentierten Spieler wie Zverev zur endgültigen Entfaltung seines Könnens verhelfen kann, hat Lendl bereits nachgewiesen. Unter dem Tschechen gewann Andy Murray bei dessen zwei Engagements (2012 bis 2014 und 2016 bis 2017) seine drei Grand-Slam-Titel sowie zweimal Olympiagold.

Alexander Zverev: Deutschlands Bester aus Hamburg

Dieses Thema im Programm:

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