Stand: 19.11.2018 12:36 Uhr

Zverev: Bereit für noch größere Triumphe

Wer gerade den größten Triumph seiner Karriere errungen hat, darf in der Umkleidekabine auch teuren Schaumwein verspritzen. "Ich habe allen Champagner über den Kopf geschüttet", beschrieb Alexander Zverev die Feierlichkeiten nach seinem Sieg beim ATP-Finale in London. Der 21 Jahre alte Hamburger hatte bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft erst Roger Federer (Schweiz) und anschließend im Endspiel den Serben Novak Djokovic geschlagen. "'Sascha' ist durch diesen Triumph endgültig als Star angekommen. Der Titel von London zeigt, dass er der Größte der neuen Generation ist", lobte Boris Becker.

Ziel ist der Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier

Eine große Karriere prophezeien Experten Zverev schon lange, auch er selbst hat höchste Ansprüche an sich. Deshalb ging der Blick bereits nach vorne. "Ich hoffe, das war erst der Anfang", sagte der neue Weltranglisten-Vierte, der zuvor immerhin schon drei Turniere der Masters-Serie gewonnen hatte. Ein Ziel ist klar definiert: Zverev will endlich auch bei einem Grand-Slam-Turnier gewinnen. Bislang ist das Erreichen des Viertelfinals bei den French Open in Paris sein bestes Ergebnis bei einem der vier wichtigsten Turniere. "Vielleicht hilft ihm dieser Sieg, bei den großen Turnieren besser zu spielen", sagte Vater Alexander senior, der seinen Sohn seit frühester Kindheit trainiert.  

Schritt nach vorn mit Lendl als Coach

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Vater, Sohn und Bruder Mischa bilden eine unzertrennliche Einheit. Für Außenstehende ist es mitunter schwer, einen Platz innerhalb der Zverev-Familie zu finden. So endete beispielsweise die Zusammenarbeit mit Trainer Juan Carlos Ferrero im Frühjahr dieses Jahres mit gegenseitigen Vorwürfen. Trotzdem entschied sich Zverev im August, Ivan Lendl als zusätzlichen Coach zu engagieren. Erstaunlich schnell zahlte sich die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Nummer eins aus. Zverev schlug in London außerordentlich gut auf, zeigte sich am Netz verbessert, wirkte insgesamt ruhiger und abgeklärter. "Danke Ivan, dass du zu unserem Team gestoßen bist", sagte Zverev, betonte aber gleichzeitig: "Mein Vater verdient die meiste Anerkennung."  Zu gern würde man wissen, was Lendl zur Arbeit mit dem deutschen Youngster sagt. Doch der große Schweiger äußert sich öffentlich nicht.

Platz eins in der Weltrangliste im Blick

Nach einem kurzen Urlaub in Dubai und auf den Malediven beginnt für Zverev bereits die Vorbereitung auf die kommende Saison, in der sich dann der langersehnte Traum vom Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier erfüllen soll. Auch Platz eins in der Weltrangliste hat Zverev im Blick. Zwar seien Federer, Djokovic und der zurzeit verletzte Rafael Nadal (Spanien) "die besten Spieler der Welt". Aber das wolle er "natürlich" ändern, so Zverev.

01:34
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Zverev: Große Pläne von klein auf

19.11.2018 12:25 Uhr
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NDR//Aktuell | 17.11.2018 | 14:00 Uhr

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