Angelique Kerber © imago images/GEPA pictures Foto: Patrick Steiner

Vor Australian Open: Kerber in strikter Quarantäne

Stand: 16.01.2021 13:53 Uhr

Für Tennis-Spielerin Angelique Kerber beginnt das neue Jahr alles andere als gut. Die Kielerin gehört zu einer Gruppe von insgesamt 47 Profis, die von den Behörden nach der Einreise in Melbourne in strikte Quarantäne geschickt wurde.

Nach der Ankunft von zwei Flügen, darunter auch der von Kerber aus Abu Dhabi, waren insgesamt drei Personen positiv getestet worden. "Wir sind informiert worden, dass eine Person unseres Fluges einen positiven Test hatte. Als Konsequenz muss jeder an Bord 14 Tage in Isolation auf seinem Zimmer. Das ist alles, was wir bisher wissen", schrieb Kerber bei Twitter.

Geburtstag allein im Hotel

Ursprünglich war geplant, dass die Sportler während der obligatorischen Quarantäne für maximal fünf Stunden am Tag trainieren dürfen, um sich auf den Start bei den Australian Open (ab 8. Februar) vorzubereiten. Kerber muss nun auch ihren 33. Geburtstag am 18. Januar allein feiern.

Die Fälle waren bei der Anreise nach Angaben der Veranstalter bei zwei Charterflügen aufgetreten. Auf einem Flug aus den USA wurden zwei Personen bei Ankunft positiv getestet. Bei den Betroffenen handele es sich um ein Mitglied der Besatzung sowie "einen Passagier, der kein Spieler ist".

Beide hätten im Vorfeld des Fluges einen negativen Test abgegeben, insgesamt befanden sich 79 Personen, darunter 24 Spieler, an Bord.

Hoher Aufwand für Bubble in Melbourne

"Wir kommunizieren mit jedem auf diesem Flug. Insbesondere der Gruppe von Spielern, um ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu berücksichtigen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. In der zweiten betroffenen Maschine mit Kerber saßen insgesamt 23 Spieler, der positive Test soll auch hier keinen Athleten betreffen.

Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit insgesamt 18 Chartermaschinen eingeflogen. Mehr als 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 16.01.2021 | 14:25 Uhr

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