Stand: 01.05.2019 19:04 Uhr

Volleyball: Schwerin gleicht gegen Stuttgart aus

von Henning Strüber, NDR.de

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben sich in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski gewann am Mittwoch eine turbulente zweite Partie gegen den MTV Stuttgart mit 3:1 (25:17, 18:25, 25:14, 26:24). Damit steht es nach der 1:3-Auftaktniederlage des SSC am vergangenen Sonnabend in Stuttgart in der Serie "Best-of-Five" 1:1. "Vor dem Spiel lag ein riesiger Druck auf uns - jetzt liegt er wieder bei Stuttgart", sagte Koslowski nach der Partie. "Die Aufschläge waren heute wichtig. Britt (Bongaerts) und Greta (Szakmáry) haben ein Super-Spiel gemacht." Gelingt dem SSC im dritten Aufeinandertreffen am Sonntag (5. Mai, 17.10 Uhr) in Stuttgart ein Sieg, kann die 13. Meisterschaft mit einem weiteren Erfolg am Donnerstag (9. Mai) in Schwerin perfekt gemacht werden.

Furioser Start des SSC

Der SSC ging vor 2.100 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Volleyballhalle von Beginn hochkonzentriert zu Werke und legte gleich eine 7:1-Serie auf's Parkett. Die Aufschläge kamen druckvoll, der Block war zur Stelle und das nötige Quäntchen Glück war bei einigen Bällen auch dabei. Mit zwei Assen brachte Denise Hanke, die wohl härteste Aufschlägerin der Liga, den ersten Satz gegen stellenweise überfordert wirkende Stuttgarterinnen unter Dach und Fach.

Schwerin meldet sich gegen Stuttgart zurück

Das Blatt wendet sich - kurzzeitig

Im zweiten Satz zeigte sich ein umgekehrtes Bild: Die Norddeutschen verloren plötzlich völlig den Faden, Stuttgart dagegen bekam nun immer mehr Oberwasser und zog schnell mit bis zu neun Punkten davon. Der zunehmend unruhig werdende Koslowski versuchte mit der Hereinnahme von Britt Bongaerts und Greta Szakmáry für Hanke und Geerties gegenzusteuern. Der zweite Satz ging zwar dennoch verloren, doch im dritten Satz war der SSC plötzlich wieder hellwach.

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Der Schweriner SC hat in der Finalserie gegen Stuttgart zum 1:1 ausgeglichen.
"Wir wollten es unbedingt"

Die Spielerinnen agierten nun wieder wesentlich aggressiver und Szakmáry zog das Spiel variabel auf. So verbuchte der SSC unter dem Jubel seiner Fans Punkt um Punkt bis zum Satzgewinn - und dieses Mal gaben die Gastgeberinnen die Partie auch nicht mehr aus den Händen und zeigten sich in der hart umkämpften Schlussphase bis zum 26:24 nervenstark. "Der vierte Satz war superspannend" sagte SSC-Libera Anna Pogany. "Aber am Ende hat man gemerkt, dass wir es unbedingt wollten." Erfolgreichste SSC-Spielerin war McKenzie Adams mit 17 Punkten. Zur MVP wurde Greta Szakmáry gekürt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.05.2019 | 19:00 Uhr