VIDEO: Vendée Globe: Boris Herrmanns heftiger Ritt Richtung Kap Hoorn (3 Min)

Vendée Globe: Boris Herrmann auf Kurs Kap Hoorn

Stand: 03.01.2021 21:46 Uhr

Boris Herrmann ist trotz seines Rückfalls auf Platz acht weiterhin auf Kurs. Während die führenden Segler der Vendée Globe Kap Hoorn passiert haben, rechnet der Hamburger Skipper mit seiner Passage am Montagabend oder am frühen Dienstag.

"Kap Hoorn ist die wichtigste Wegmarke dieser Überfahrt. Da werde ich eine kleine Flasche Champagner öffnen", sagte Herrmann in einer Videobotschaft dem NDR. Der Weltumsegler kann es kaum erwarten, wenn er am Kap Hoorn "nach Hause abbiegt und der Bug das erste Mal wieder nach Norden zeigt."

"Götter der Meere" an Weihnachten und Neujahr gnädig

An der Südspitze Südamerikas erwartet der gebürtige Oldenburger unruhige See. "Es ist wirklich eine große Herausforderung, mit aller Um- und Vorsicht aber trotzdem mit halbwegs korrekter Geschwindigkeit diese Rennmaschine heil um die Welt zu bringen", so Herrmann. An Weihnachten und Neujahr hingegen hätten ihn "die Götter der Meere verschont, mit flacher See und ruhigen und konstanten Winden. Ich konnte beide Tage ein bisschen genießen, mit meiner Familie telefonieren und es gab einen Schluck Rotwein."

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Herrmann: "Bin fast permanent angespannt"

Das seien allerdings nur wenige kurze Momente, in denen man auch mal ausspannen kann, sagte Herrmann. "Ansonsten bin ich eigentlich fast permanent angespannt." Zumal es in der Verfolgergruppe des Hamburgers zuletzt viele Positionswechsel gab. Die Boote auf den Plätzen fünf bis elf trennten bei der Solo-Weltumseglung am Sonntag nur 120 Seemeilen. "Ich habe schon eine WhatsApp-Nachricht an die anderen Skipper geschickt, dass wir aufpassen müssen, damit wir hier draußen keine Kollision erleben", berichtete der 39-Jährige am 56. Tag auf See.

Wie langsam die neunte Auflage der Vendée Globe wegen der häufig ungewöhnlichen Bedingungen bei ihren ersten zwei Dritteln verlief, lässt sich an den ersten Kap-Hoorn-Passagen ermessen: Die Bestzeit im aktuellen Rennen hinkt der Rekordmarke vom letzten Vendée-Globe-Sieger Armel Le Cléac'h rund acht Tage hinterher. Die Anfangsstürme, die wenig ausgeprägten Passatwinde im Atlantik und längere flaue Abschnitte im Pazifik haben das Feld nicht so schnell wie erwartet vorankommen lassen.

Bestaven führt das Rennen vor Rivale Dalin an

Der Franzose Yannick Bestaven ("Maître Coq IV") hatte den Längengrad der berühmten Landmarke am Südzipfel Chiles am Sonnabend nach 55 Tagen und 22 Minuten auf See als Erster erreicht. Sein zweitplatzierter Rivale Charlie Dalin ("Apivia") folgte am Sonntag 14 Stunden und 56 Minuten später.

Mit der Ankunft der Besten wird Ende Januar im französischen Start- und Zielhafen Les Sables-d'Olonne gerechnet. Bis dahin läuft mit dem anstehenden Atlantik-Aufstieg der lange Endspurt. Herrmanns Prognose: "Ich blicke dem letzten Drittel meiner Reise optimistisch entgegen und hoffe, die Stärken meines Bootes in den berechenbareren Bedingungen stärker ausspielen zu können."

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Sportclub | 03.01.2021 | 23:35 Uhr

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