Stand: 07.09.2020 08:06 Uhr

US Open: Zverev im Viertelfinale - Aus für Kerber

Tennisprofi Alexander Zverev schlägt bei den US Open auf. © dpa-Bildfunk Foto: Seth Wenig
Alexander Zverev steht bei den US Open im Viertelfinale.

Tennisprofi Alexander Zverev präsentiert sich bei den US Open weiterhin in starker Form und ist am Sonntagabend souverän ins Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers eingezogen. Der an Nummer fünf gesetzte Hamburger gewann gegen Außenseiter Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien glatt in drei Sätzen - 6:2, 6:2, 6:1. Der 23-Jährige steht in Flushig Meadows erstmals in der Runde der letzten Acht und trifft dort auf den Kroaten Borna Coric. Angelique Kerber scheiterte hingegen im Achtelfinale.

Zverev fast fehlerlos

Zverev präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert und dominierte die Partie gegen den ungesetzten Spanier, der in der Weltrangliste auf Rang 99 geführt wird. Er servierte stark und leistete sich kaum einfache Fehler. Schon nach 58 Minuten gewann er den zweiten Satz. Anfang des dritten Satzes verletzte sich Davidovich Fokina am Knöchel und musste behandelt werden. Zverev, der bei den Australian Open im Frühjahr das Halbfinale erreicht hatte, blieb souverän und setzte sich problemlos durch. Nach 1:34 Stunden verwandelte Deutschlands Topspieler seinen ersten Matchball. "Ich habe in den ersten beiden Sätzen eine ganz gute Qualität gezeigt. Es scheint zu laufen bei mir, ich meine, ich bin im Viertelfinale", sagte Zverev happy.

Kerber: "Habe mein Bestes auf dem Platz gelassen"

Tennis-Profi Angelique Kerber bei den US Open in New York © picture alliance / AP Images
Angelique Kerber ist im Achtelfinale der US Open ausgeschieden.

Kerber hingegen fand gegen die stark aufspielende US-Amerikanerin Jennifer Brady nie ins Match und verlor verdient mit 1:6 und 4:6. In den drei Runden zuvor hatte die 32 Jahre alte Kielerin, die in Flushig Meadows 2016 triumphierte hatte, keinen Satz abgegeben. "Ich habe alles versucht, aber sie hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt", sagte Kerber, die vor den US Open monatelang keine Matches bestritten und sich erst kurzfristig zur Reise nach New York an entschieden hatte. "Für das erste Turnier nach mehr als sechs Monaten Pause war es trotz der Niederlage ein guter Start für mich. Ich habe mein Bestes auf dem Platz gelassen."

Satz eins in 22 Minuten weg

Im fast menschenleeren Louis-Armstrong-Stadion hatte die Kielerin der an Position 28 gesetzten Brady kaum etwas entgegenzusetzen und kämpfte sich zu spät ins Match. Die Weltranglisten-23. scheiterte am Druck der US-Amerikanerin und an ihrer Aufschlagschwäche.

Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin kassierte Breaks zum 1:3 und 1:5, nach nur 22 Minuten war der erste Satz weg. Es war eine Demütigung für die New-York-Siegerin von 2016. Coach Michael Geserer, der früher die deutsche Nummer zwei Julia Görges (Bad Oldesloe) trainierte, hatte Brady offenbar gut auf Kerber eingestellt. Kerber war in der Corona-Pause zu ihrem früheren Erfolgscoach Torben Beltz zurückgekehrt.

Brady auch mit bandagiertem Oberschenkel zu stark

Nach sechs verlorenen Spielen in Serie nahm die Linkshänderin zum 1:1 im zweiten Satz auch Brady einmal den Aufschlag ab, feuerte sich an. Beim 2:3 aus ihrer Sicht versteckte die deutsche Tennis-Hoffnung ihr Gesicht unter einem Handtuch, Brady kehrte zwar mit einem bandagierten linken Oberschenkel zurück. Doch die Wende brachte der umkämpftere zweite Satz nicht.

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Tennisprofi Alexander Zverev schlägt bei den US Open einen Ball © dpa-Bildfunk Foto: Frank Franklin II

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 06.09.2020 | 23:03 Uhr

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