Stand: 06.09.2020 15:32 Uhr

Triathlon-WM in Hamburg: Deutsche Staffel enttäuscht

Lasse Lührs, Schlussläufer des deutschen Triathlon-Teams, überquert beim Weltmeisterschaftsrennen in Hamburg die Ziellinie. © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken
Triathlet Lasse Lührs wurde mit der deutschen Staffel bei der WM in Hamburg nur Achter.

Die deutsche Staffel hat zum Abschluss der Triathlon-Weltmeisterschaften in Hamburg den Sprung aufs Podest deutlich verpasst. Auch die Sprint-WM-Dritte Laura Lindemann (Potsdam) konnte den achten Platz des Gastgeber-Quartetts am Sonntag nicht mehr verhindern. Im Vorjahr hatten die Deutschen WM-Silber geholt. Nach 4 x 300 Metern Schwimmen, 6,5 Kilometern Radfahren und 1,6 Kilometern Laufen im Stadtpark sicherten sich die Franzosen wie im Vorjahr den WM-Titel vor den USA und Großbritannien.

Tertsch übergibt mit zu großem Rückstand

Die Darmstädterin Lisa Tertsch hatte als Starterin des deutschen Teams bereits mit großen Rückstand auf Jonas Schomburg übergeben. Der Langenhagener schaffte den Anschluss an die vorderen Plätze nicht mehr. Auch für Lindemann ging nichts mehr nach vorn. Der im spanischen Alicante lebende Lasse Lührs kam schließlich als Achter ins Ziel.

Lindemann holt im Einzelwettbewerb Bronze

Lindemann hatte am Sonnabend im Einzel-Wettbewerb über die olympische Sprint-Distanz Platz drei belegt. Die viermalige deutsche Meisterin musste sich nach 750 Metern Schwimmen, 18,9 km Radfahren und fünf Kilometern Laufen nur der Britin Georgia Taylor-Brown und Flora Duffy (Bermuda) geschlagen geben. "Ich bin echt froh, dass eine Medaille rausgekommen ist. Das Rennen war echt hart", sagte Lindemann nach dem Zieleinlauf in der ARD. Die 24-Jährige  hatte beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke Probleme beim Anziehen des linken Schuhs und ging lediglich als Elfte auf die Strecke. "Ich war richtig sauer in dem Moment, meine Hände waren so kalt und meine Füße auch, da habe ich noch ein paar Sekunden verloren", so Lindemann.

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Bei den Männern hatte sich zuvor erneut der Franzose Vincent Luis den WM-Titel im Triathlon-Sprint gesichert. Der Titelträger von 2019 gewann das Rennen in Hamburg nach 750 m Schwimmen sowie 18,9 km Radfahren und 5 km Laufen. Zweiter wurde der Portugiese Vasco Vilaca vor Léo Bergere (Frankreich). Jonas Schomburg aus Langenhagen in Niedersachsen konnte sich seinen Traum von einer Medaille nicht erfüllen. Er kam nur auf Rang 35. Bester deutscher Starter war Lasse Lührs aus Potsdam. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Wettkampf im Hamburger Stadtpark ohne Zuschauer ausgetragen.

Die drei Medaillen-Gewinner hatten sich beim abschließenden Laufen aus einer Spitzengruppe abgesetzt. Gut 500 m vor dem Ziel zog Luis das Tempo entscheidend an und ließ seinen Konkurrenten keine Chance.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 06.09.2020 | 19:30 Uhr

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