Stand: 20.07.2018 15:21 Uhr

Tour: Radprofi Greipel erhebt schwere Vorwürfe

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André Greipel beendete 2018 zum ersten Mal in seiner Karriere eine Tour de France vorzeitig.

Der Rostocker Top-Sprinter André Greipel hat nach seinem Ausstieg bei der Tour de France schwere Vorwürfe erhoben. Er habe beobachtet, wie mehrere Fahrer die Etappe hinauf nach Alpe d'Huez unrechtmäßig beendet hätten, sagte der 36 Jahre alte Radprofi. "Ich habe Dinge gesehen, die ich als Rennfahrer nicht machen möchte, um in der Tour zu bleiben", erklärte Greipel im Interview mit dem ARD-Hörfunk. Der Sprintstar sagte weiter, dass es im Rennen viele Autos gebe, an denen Fahrer sich festhalten könnten. Er sei ein fairer Sportler und niemand, der auf diese Weise ins Ziel kommen wolle. Namen von Konkurrenten, die sich bei der Etappe am Donnerstag mit motorisierter Hilfe über die Berge gerettet haben sollen, nannte er aber nicht.

Kritik: "Zu viel Spektakel" und "Vorbildfunktion"

Des Weiteren kritisierte Greipel die Tour-Veranstalter. Im ZDF-Morgenmagazin erklärte er, dass die Kopfsteinpflaster-Schinderei nach Roubaix und drei Alpen-Etappen mit 13.000 Höhenmetern zu viel Spektakel gewesen sei. Der elfmalige Tagessieger war auf der Etappe nach Alpe d´Huez erstmals in seiner Karriere bei der Tour de France ausgestiegen. Genauso wie vier seiner Sprinterkollegen, ein noch nie gesehener "Verschleiß": Auch Marcel Kittel (Arnstadt), der Brite Mark Cavendish, Dylan Groenewegen aus den Niederlanden und der Kolumbianer Fernando Gaviria stiegen vom Rad.

"Aus eigener Kraft hätte ich es nicht geschafft", sagte Greipel und betonte: "Ich habe eine Vorbildfunktion und möchte nicht, dass Leute am Straßenrand auf mich zeigen und sagen: Guck mal, der Greipel hält sich am Auto fest."

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"Habe Dinge gesehen, die ich nicht machen möchte"

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.07.2018 | 15:00 Uhr

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