Stand: 29.06.2019 22:10 Uhr

Thole/Wickler souverän - Ittlinger/Laboureur weiter

Gelungener Tag für Deutschland bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg: In sechs Spielen mit deutscher Beteiligung gab es fünf Siege. Die Hoffnungsträger Julius Thole und Clemens Wickler gewannen zum Auftakt, das Frauen-Duo Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur kann nach dem zweiten Erfolg bereits für die K.o.-Runde planen.

Julius Thole und Clemens Wickler feierten in ihrem Auftaktmatch bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg trotz Nervosität einen souveränen Sieg. Das deutsche Männer-Top-Team setzte sich am Sonnabend mit 2:0 (21:10, 21:15) gegen die krassen Außenseiter Patrick Kavalo/Olivier Ntagengwa aus Ruanda durch. Das Hamburger Duo, Nummer zwölf der Weltrangliste und klarer Favorit, leistete sich Unkonzentriertheiten und leichte Fehler, war aber spielerisch haushoch überlegen. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet.

Wickler: "Nicht so richtig wohl gefühlt"

Modus WM-Gruppenphase

Die beiden erstplatzierten Teams und die vier besten Dritten aus den zwölf Gruppen bei Frauen und Männern sind direkt für die erste K.o.-Runde qualifiziert, die am Mittwoch (Frauen) und Donnerstag (Männer) beginnt. Die jeweils verbleibenden acht Gruppendritten spielen in einer Lucky-Loser-Runde die letzten vier Teams für das Sechzehntelfinale aus.

Kurios: Zu Beginn des zweiten Satzes musste im Stadion am Rothenbaum das Netz getauscht werden, was für beide Teams eine Viertelstunde Zwangspause nach sich zog. "Auch für mich war es ein kurioses Spiel. Ich konnte die Nervosität die ganze Zeit nicht ablegen", sagte Abwehrspieler Wickler. "Es ist schon eine neue Situation, wenn man plötzlich hört, Thole/Wickler müssen es für Deutschland reißen", sagte 2,06-Meter-Mann Thole. Für den 22 Jahre alten Blockspieler und seinen Partner ist es die erste WM. Im Vorjahr hatte das Duo beim Welttour-Finale in Hamburg mit Platz vier überrascht sowie erstmals zusammen den nationalen Titel geholt. "So unbeschwert wie im Vorjahr konnten wir hier beim Auftakt nicht mehr aufspielen. Ich habe mich nicht so richtig wohl gefühlt", berichtete Wickler.

Körtzinger/Schneider mit Kampf zum Erfolg

Ganz anders erging es Leonie Körtzinger/Sarah Schneider. Das junge deutsche Perspektivteam musste gegen Kinga Wojtasik/Katarzyna Kociolek aus Polen wie am Vortag über die volle Distanz, behielt aber anders als im Auftaktmatch gegen die Österreicherinnen Lena Plesiutschnig/Katharina Schützenhöfer (10:21, 21:16, 8:15) im Tie-Break die Oberhand. Nach großem Kampf siegte das HSV-Duo mit 23:21, 16:21, 15:11 und darf nun mit dem Einzug in die K.o.-Runde liebäugeln. "Die Zuschauer haben uns so nach vorne gepeitscht, ohne sie hätten wir es nicht geschafft", jubelte Schneider.

Ittlinger/Laboureur schon mit dem zweiten Sieg

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur können unterdessen bereits für die Runde der letzten 32 planen. Das an Position eins gesetzte Duo gewann ein enges Match gegen die kanadischen Zwillinge Megan und Nicole McNamara mit 2:0 (22:20, 25:23) und feierte damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Am Vortag hatte das neu formierte Team im Eröffnungsspiel auf dem Center Court gegen das Außenseiterduo Michelle Amarilla/Patricia Pena (Paraguay) triumphiert. Ittlinger/Laboureur präsentierten sich gegen die McNamaras nervenstark und wehrten mehrere Satzbälle ab.

Start nach Maß für Borger/Sude und Ehlers/Flüggen

Einen Start nach Maß erwischten Karla Borger/Julia Sude, die sich gegen die stark eingeschätzten Chinesinnen Xue Chen/Wang Xinxin nach einer überzeugenden Vorstellung mit 2:0 (21:15, 21:18) durchsetzten. Auch WM-Debütant Nils Ehlers und sein Partner Lars Flüggen siegten in ihrem ersten Gruppenspiel verdient. Die Hamburger bezwangen die Chilenen Marco und Esteban Grimalt mit 2:0 (21:17, 21:14). Eine 0:2 (17:21, 11:21)-Niederlage kassierten dagegen Kim Behrens/Cinja Tillmann gegen die Schweizerinnen Joana Heidrich/Anouk Verge-Depre.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 28.06.2019 | 19:30 Uhr

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