Stand: 06.01.2018 13:29 Uhr

Hopman Cup: Finalniederlage für Kerber und Zverev

Angelique Kerber ist in Perth in allen Einzeln ohne Satzverlust geblieben.

Die Tennisprofis Angelique Kerber aus Kiel und der Hamburger Alexander Zverev haben den Titelgewinn beim Hopman Cup, der inoffiziellen Mixed-WM im australischen Perth, verpasst. Das norddeutsche Duo unterlag am Sonnabend im Finale der Schweiz mit 1:2. Nach der 7:6 (7:4), 0:6, 2:6-Niederlage von Zverev gegen Roger Federer gewann Kerber 6:4, 6:1 gegen Belinda Bencic - das abschließende Mixed-Doppel musste die Entscheidung bringen. Hier setzten sich die Schweizer in den verkürzten Sätzen mit 4:3 (5:3), 4:2 durch. Damit bleiben Michael Stich und Steffi Graf im Jahr 1993 sowie Boris Becker und Anke Huber im Jahr 1995 die einzigen deutschen Sieger in Perth.

Kerber mit souveräner Vorstellung

Kerber ließ sich in ihrem Einzel gegen Bencic auch von einem frühen Aufschlagverlust nicht aus der Ruhe bringen, drehte den ersten Satz von 0:2 auf 3:2. Auch im entscheidenden letzten Spiel des ersten Durchgangs bewies die Kielerin Comeback-Qualitäten: Nach 0:30-Rückstand machte sie vier Punkte in Folge und gewann den ersten Satz. Die Norddeutsche hatte ihre Kontrahentin nun im Griff, ließ Bencic im zweiten Durchgang nicht die Spur einer Chance - nach 63 Minuten verwandelte sie ihren ersten Matchball. Kerber, die sich im vierten Duell mit Bencic erstmals durchsetzte, blieb in Perth in allen vier Einzeln ohne Satzverlust. Die 29-Jährige, die von einer "tollen Woche" sprach, zeigte sich gut gerüstet für die in einer Woche beginnenden Australian Open in Melbourne.

Zverev nur im ersten Satz stark

Zverev hatte sich im Duell mit seinem Idol Federer zunächst deutlich stärker präsentiert als noch tags zuvor bei seiner Niederlage gegen den Weltranglisten-208. Thanasi Kokkinakis. Der Hamburger behielt im ersten Satz kühlen Kopf und schlug dann im Tie-Break eiskalt zu: Mit einem bärenstarken Passierschlag holte er sich drei Satzbälle, den zweiten nutzte er zum Gewinn des ersten Durchgangs. Doch danach musste der Youngster dem langen Match vom Freitag (2:41 Stunden) Tribut zollen. Federer, der einen Tag mehr Pause hatte, nahm Zverev im zweiten Satz gleich den ersten Aufschlag ab und spielte sich anschließend in einen Rausch - seinen dritten Matchball nutzte er zur 1:0-Führung für die Schweiz.

Alexander Zverev jubelt über seinen Sieg gegen Novak Djokovic © imago/Uk Sports Pics Ltd

Vom Talent zum Star: Das Jahr des Alexander Zverev

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