Stand: 16.02.2020 16:00 Uhr

Nisse Lüneburg ist "Rider of the Year"

Nisse Lüneburg ist "Rider of the Year" 2019/2020. Der Springreiter aus Hetlingen stand am Sonntag bereits vor der abschließenden Siegerrunde des Großen Preises von Neumünster als Gesamtsieger der Riders Tour fest, nachdem er im ersten Umlauf mit Luca Toni ohne Fehler geblieben war. Der Schleswig-Holsteiner, der mit komfortablem Vorsprung in die Schlussetappe der prestigeträchtigen Springsportserie gestartet war, verbuchte damit nach insgesamt drei Derby-Siegen in Hamburg seinen nächsten großen Karriereerfolg.

Den Sieg im Großen Preis feierte Mario Stevens aus dem niedersächsischen Molbergen mit Landano vor Marco Kutscher (Bad Essen) mit Charco und Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) im Sattel von Varihoka Du Temple. Lüneburg, der sich am letzten Hindernis einen Abwurf leistete, wurde Achter. Stevens rückte mit seinem Sieg im Endklassement der Riders Tour noch auf Platz zwei vor.

Lüneburg im Championat vorn

Großer Preis Neumünster

1. Mario Stevens (Molbergen) - Landano Old 0/33,93 Sek.
2. Marco Kutscher (Bad Essen) - Charco 2 0/33,96
3. Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) - Varihoka Du Temple 0/34,15
4. Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) - C-Steffra 0/34,59
5. Markus Brinkmann (Bielefeld) - Pikeur Dylon 0/35,48
6. Angelique Rüsen (Mittenaar) - Arac du Seigneur 0/35,56
7. Felix Haßmann (Lienen) - Sig Captain America 4/33,68
8. Nisse Lüneburg (Hetlingen) - Luca Toni 27 4/33,70
9. Philip Rüping (Itzehoe) - Continental Blue 4/35,20
10. Harm Lahde (Verden) - Oak Grove's Laith 4/35,32

Riders-Tour-Gesamtwertung, Endstand

1. Nisse Lüneburg (Wedel) 50 Pkt.
2. Mario Stevens (Molbergen) 37
Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) 37
4. Markus Brinkmann (Bielefeld) 32
5. Julien Anquetin (Frankreich) 28
6. David Will (Pfungstadt) 24
7. Harm Lahde (Verden) 21
8. Katrin Eckermann (Sassenberg) 20
Charlotte Bettendorf (Luxemburg) 20
10. Andre Thieme (Plau am See) 18

Am Vortag hatte Lüneburg bei den VR Classics die "Generalprobe" für das Riders-Tour-Finale mit Bravour bewältigt. Der 31-Jährige gewann mit Alina das Championat und setzte sich im Stechen fehlerfrei mit der schnellsten Zeit vor Max Haunhorst (Hagen a.T.W.) mit Chaccara und Alexa Stais (Südafrika) mit Quintato durch.

Das Traditionsturnier in Neumünster war bei seiner 70. Auflage erstmals Schauplatz des Riders-Tour-Finales. Der Etat überstieg zum ersten Mal die Millionen-Grenze (1.050.000 Euro). Bei den Prüfungen gab es insgesamt 305.000 Euro zu gewinnen. Der Große Preis war mit 75.000 Euro dotiert. 

Jessica von Bredow-Werndl dominiert die Dressur

Die Weltcup-Etappe der Dressurreiter in Neumünster entschied am Sonntag Jessica von Bredow-Werndl für sich. Die 34-Jährige aus Aubenhausen, die bereits am Vortag im Grand Prix gesiegt hatte, setzte sich wenige Wochen vor dem Finale in Las Vegas mit Dalera (89,640 Prozent) auch in der Kür vor der sechsmaligen Olympiasiegerin und Weltcup-Titelverteidigerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Emilio (88,450) sowie Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey (85,220) durch.

"Ich muss mich schon manchmal kneifen. Aber wir bleiben immer am Boden. Wir arbeiten mit Lebewesen und es läuft nicht immer alles glatt. Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn es nicht funktioniert. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich das so erleben darf", sagte von Bredow-Werndl dem NDR Sportclub. Durch ihren Erfolg ist sie nun alleinige Führende in der Gesamtwertung vor ihrem Bruder Benjamin Werndl, der am Sonntag mit Famoso Vierter wurde.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 15.02.2020 | 16:00 Uhr