Vechtas Ikenna Iroegbu (2.v.r.) versucht, Oldenburgs Rickey Paulding (r.) am Korbleger zu hindern. © imago images / fotoduda

Proficlubs dürfen auf mehr Corona-Hilfe hoffen

Stand: 20.01.2021 13:26 Uhr

Profi-Teams im Basketball, Eishockey oder Handball können in der Corona-Krise auf mehr finanzielle Unterstützung hoffen. Bei der EU sollen für 2021 höhere Beihilfe-Obergrenzen beantragt werden.

Im Bund-Länderbeschluss vom Dienstag kündigte die Bundesregierung einen Vorstoß bei der Europäischen Union an, um die geltenden Obergrenzen anzuheben. Derzeit dürfen Clubs unter anderem aus Handball, Basketball, Eishockey, dritter Fußball-Liga oder Frauenfußball-Bundesliga für entgangene Einnahmen aus dem Kartenverkauf einmalig maximal 800.000 Euro beantragen. Eine darüber hinausführende Unterstützung ist laut EU-Beihilferecht nicht erlaubt.

"Insolvenzen der Sportvereine verhindern"

Bei einer Anhebung könnten dann für diesen Bereich neue Hilfen beantragt werden. Anfang Januar hatte die Bundesregierung ein neues Hilfspaket über weitere 200 Millionen Euro angekündigt. Dies sei auch 2021 notwendig, "um Insolvenzen der Sportvereine zu verhindern und so eine wichtige Stütze unseres Zusammenlebens zu erhalten", hieß es in einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums. So könne das Fundament für den Erfolg des Leistungssports in Deutschland erhalten werden.

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330 Millionen Euro im Hilfspaket

Zusätzlich im Topf befinden sich neben den frischen 200 Millionen noch jene rund 130 Millionen Euro, die im Jahr 2020 nicht abgerufen worden waren. Damit stehen für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 rund 330 Millionen Euro als Coronahilfen zur Verfügung. Sportvereine- oder unternehmen, die ihre Hilfe von 800.000 Euro für das Ticketing nicht ausgenutzt haben, können ihren fehlenden Restbetrag beantragen.

Zudem haben alle betroffenen Organisationen nun auch die Möglichkeit, Fixkosten wie Hallenmiete oder Pacht, die nicht aus anderen Quellen wie Versicherungen oder befristeten Beihilfemaßnahmen gedeckt werden, geltend zu machen. Die Höhe dieses Zuschusses soll dabei auf 70 Prozent der Verluste oder maximal drei Millionen Euro begrenzt werden. Alle Hilfsgelder müssen nicht zurückgezahlt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.01.2021 | 14:25 Uhr

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