Stand: 30.04.2020 13:39 Uhr

Oldenburg zieht Bewerbung für Geisterturnier zurück

Die EWE ARENA in Oldenburg © imago images / Manngold
Die Arena der Baskets Oldenburg wird nicht Standort für die geplante Fortsetzung der BBL-Serie.

Oldenburg wird nicht Standort für die geplante Fortsetzung der Basketball-Bundesliga (BBL) im Turnierformat. Das teilten die Baskets Oldenburg am Donnerstagmittag wenige Stunden vor dem Ende der Bewerbungsfrist bei der BBL mit. Am Dienstag hatte der niedersächsische Club noch sein Interesse an der Austragung der auf rund drei Wochen angelegten Veranstaltung bekundet und sich dafür beworben. "Nach dem Erhalt der vollständigen Ausschreibungsunterlagen und eingehender Prüfung ist die Geschäftsführung nun jedoch zu der Überzeugung gekommen, eine Bewerbung nicht weiter vorantreiben zu wollen", hieß es in einer Mitteilung des deutschen Meisters von 2009. Der Rückzug der Bewerbung sei einvernehmlich und in Absprache mit BBL-Geschäftsführer Stefan Holz vorgenommen worden.

"Zeitdruck für Umsetzung des Turniers enorm"

Die Clubs und die Ligaspitze hatten am Montag einstimmig beschlossen, die Saison mit zehn Vereinen, darunter auch Oldenburg, fortführen zu wollen. Diese sollen zunächst in zwei Fünfer-Gruppen und dann in Play-offs an einem Standort ohne Zuschauer den Meister küren. Die Pläne müssen noch von den Behörden und der Politik genehmigt werden. Die Details des Konzepts sollen zeitnah ausgearbeitet werden, schon am Dienstag traf sich erstmals die einberufene Expertengruppe. Eine Entscheidung über den Standort soll am kommenden Montag fallen. Oldenburg gehört nun nicht mehr zu den Bewerbern. "Der Zeitdruck für die operative Umsetzung des Turniers ist enorm. Aber das gilt mit Blick auf die kurzfristige Deadline der Bewerbungsfrist ebenso für die Entscheidungsfindung, dieses komplexe und mit enormer Verantwortung behaftete Unterfangen anzugehen“, begründete Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Baskets, die Entscheidung.

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Hallo Niedersachsen | 30.04.2020 | 19:30 Uhr

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