Stand: 20.03.2019 16:16 Uhr

Volleyball-Bundesliga: SSC klarer Favorit

von Tobias Blanck, NDR 1 Radio MV

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Shootingstar Kimberly Drewniok tritt am Donnerstag für den SSC gegen ihren früheren Verein VC Wiesbaden an.

Wenn der Tabellenzweite der Frauen-Volleyball-Bundesliga am Donnerstag um 18.30 Uhr den Achten aus Wiesbaden empfängt, sind die Vorzeichen klar. Der SSC Schwerin ist der Favorit am vorletzten Hauptrundenspieltag. Den bisher 19 Siegen des amtierenden Meisters steht lediglich eine Niederlage gegenüber. In den letzten beiden Spielen zum Ende der Hauptrunde soll, nach Wunsch von SSC-Trainer Felix Koslowski, natürlich keine weitere hinzukommen.

Koslowski: "Kein leichtes Spiel"

"Wir dürfen Wiesbaden keineswegs unterschätzen. Die haben vor einer Woche Dresden mit 3:0 geschlagen und kommen hierher und müssen unbedingt etwas Zählbares mitnehmen, um den achten Tabellenplatz zu verteidigen. Ich erwarte da sicher kein leichtes Spiel", so Koslowski vor der Partie am Donnerstag. Auch der deutliche Unterschied in der Tabelle habe für den Trainer nicht die große Aussagekraft: "Die haben den Saisonstart ziemlich verpatzt und sind nicht richtig in Fahrt gekommen in der Hinrunde. Jetzt aber hat Wiesbaden einen Flow und macht derzeit wenig Fehler, aber ich konzentriere mich in erster Linie lieber auf mein Team, denn nur unsere Leistung kann ich beeinflussen!"

Freie Tage nach Erfolgsserie

Am Montag feierte der gebürtige Schweriner Felix Koslowski noch seinen 35. Geburtstag und ist zufrieden, wie die vergangenen Wochen gelaufen sind: "Das war schon klasse mit den Siegen in der Champions League, dem Gewinn des DVV-Pokals und dann auch noch der Auswärtssieg beim Tabellenführer in Stuttgart, aber in der Bundesliga kommt die heiße Phase erst noch!"

"Die heiße Phase in der Liga", damit sind die Play-Offs gemeint. Doch an diese Duelle soll möglichst noch keiner denken. Das Motto des SSC lautet zunächst: Selbstvertrauen hinzugewinnen und den Akku dennoch nicht zu sehr zu strapazieren. Nach den Siegen in Suhl und zuletzt in Stuttgart freuten sich die Spielerinnen über einige trainingsfreie Tage. "Es war schön, auch mal wieder zu Hause zu sein und etwas durchzupusten. Das hat wieder richtig Energie gegeben und der Akku ist jetzt wieder richtig voll", so SSC-Shootingstar Kimberly Drewniok.

SSC vs. VCW: Umkämpfte Duelle

In der Vergangenheit waren die Duelle zwischen Schwerin und dem VC Wiesbaden (VCW) oftmals sehr umkämpft. In den vergangenen beiden Jahren verloren die Schwerinerinnen sogar ihre Heimspiele gegen das Team aus Hessen - jeweils mit 2:3. Der VCW hat sich mit zahlreichen Teilnahmen am Viertel- oder Halbfinale in der deutschen Volleyballspitze etabliert. In dieser Saison konnte die Mannschaft von Trainer Christian Groß aber noch nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Das Karriereende von Zuspielerin Irina Kemmsies und der Abgang von Kimberly Drewniok zum SSC war für die Wiesbadenerinnen nur schwer zu kompensieren.

Nach einer schwachen Hinrunde mit nur 4 Siegen (inklusive der 0:3 Heimniederlage gegen Schwerin), steigerte sich der VCW und konnte in der Rückrunde bereits 6 Erfolge in 9 Spielen verbuchen. Somit erkämpfte sich die Mannschaft den achten Tabellenplatz, den es jetzt zu verteidigen gilt. Dabei steht dem Team aus Wiesbaden nun ein schwieriger Spagat bevor, denn nur 48 Stunden nach dem Duell in Schwerin steht das letzte Hauptrundenspiel gegen den Tabellenneunten aus Suhl an. Auch für den SSC steht schon am Sonnabend ein weiteres Duell gegen VCO Berlin an, doch Für Trainer Koslowski gilt es nun, den Fokus auf die Partie gegen Wiesbaden zu richten, die er ohne personelle Probleme angehen kann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.03.2019 | 06:00 Uhr