Stand: 16.06.2019 16:00 Uhr

Luhmühlen: Krajewski erneut deutsche Meisterin

Julia Krajewski hat ihren Titel bei der deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter in Luhmühlen erfolgreich verteidigt. Die Vorjahressiegerin aus Warendorf behauptete am Sonntag im abschließenden Springen mit ihrem Toppferd Samourai ihre hauchdünne Führung nach der Dressur und dem Geländeritt. Als letzte Starterin durfte sie sich keinen Fehler erlauben, um nicht noch den Titel an Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) und ihre junge Stute Asha zu verlieren.

Beide Amazonen blieben sowohl im Gelände als auch im Springparcours fehlerfrei, am Ende gab die um eine Winzigkeit bessere Leistung von Krajewski im Dressurviereck den Ausschlag. Gerade einmal 0,1 Strafpunkte trennten die Paare. Dritter wurde Dirk Schrade (Heidmühlen) mit Unteam.

Endstand DM Vielseitigkeit

1. Julia Krajewski (Warendorf) - Samourai 24,7 Punkte
2. Ingrid Klimke (Münster) - Asha 24,8
3. Dirk Schrade (Heidmühlen) - Unteam 31,1
4. Michael Jung (Horb) - Highlighter 36,3
5. Claas-Hermann Romeike (Nübbel) - Cato 37,2
6. Felix Etzel (Warendorf) - Bandit 37,6
7. Jung - Corazon 38,5
8. Sandra Auffarth (Ganderkesee) - Viament 39,3
9. Nadine Marzahl (Munster) - Valentine 39,7
10. Schrade - Catelan 39,8

"Ein großer Springer" - Krajewski lobt ihr Pferd

"Ich hätte es Ingrid gegönnt, wir spornen uns gegenseitig ein bisschen an. Aber Sam ist einfach ein richtig großer Springer", sagte die 30-Jährige im Anschluss. Am Sonnabend hatte ein Unwetter zu Verschiebungen in der Geländeprüfung geführt. Trotz der Wassermassen gelang es den Organisatoren, den Reitern ein sehr gutes Geläuf zu bieten. Die Prüfungen blieben ohne schwere Stürze.

Ostholt in Fünf-Sterne-Prüfung Elfter

In der schwierigeren Fünf-Sterne-Prüfung belegte Andreas Ostholt (Warendorf) mit Corvette den elften Platz. In der abschließenden Springprüfung am Sonntag blieb der 41-Jährige ohne Abwurf und leistete sich lediglich 1,2 Zeitfehlerpunkte. Der mit 33.000 Euro dotierte Sieg ging an Tim Price. Der Weltranglistenerste aus Neuseeland gewann mit Ascona vor den beiden Briten Tom McEwen mit Figaro und Alexander Bragg mit Zagreb. Andreas Dibowski (Döhle) war bei der Geländeprüfung am Sonnabend gestürzt und daraufhin disqualifiziert worden.

Endstand Fünf-Sterne-Prüfung

1. Tim Price (Neuseeland) - Ascona 31,4 Punkte
2. Tom McEwen - Figaro 33,5
3. Alexander Bragg (beide Großbritannien) - Zagreb 33,7
4. Frances Thieriot-Stutes (USA) - Chatwin 36,0
5. Sarah Bullimore (Großbritannien) - Reve 36,1
6. Yoshiaki Oiwa (Japan) - Calle 37,3
7. Bullimore - Conpierre 40,1
8. Sam Griffiths (Australien) - Paulank Brockagh 40,2
9. Becky Woolven (Großbritannien) - Babette 40,9
10. Peter Flarup (Dänemark) - Frankie 42,7
11. Andreas Ostholt (Warendorf) - Corvette 43,6

Generalprobe für die EM im August

Das Turnier war ein Probelauf für die Europameisterschaft vom 28. August bis 1. September an gleicher Stelle. Sie wird wie die DM auf Vier-Sterne-Niveau ausgetragen. "Wir haben tolle Ritte gesehen, das macht mir Hoffnung für das, was hier in acht Wochen passiert", sagte Bundestrainer Hans Melzer im NDR Sportclub. Ausrichter Deutschland stehen dann zwölf statt der sonst üblichen sechs Startplätze zur Verfügung.

Viel Wasser und großer Sport in Luhmühlen

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.06.2019 | 15:00 Uhr

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