Stand: 28.06.2019 22:50 Uhr

Ludwig und Kozuch beeindrucken zum Start

Titelverteidigerin Laura Ludwig ist mit ihrer neuen Partnerin Margareta "Maggie" Kozuch ein grandioser Start in die Heim-WM am Hamburger Rothenbaum gelungen. Das HSV-Duo setzte sich am Freitag im ersten Gruppenspiel etwas überraschend in zwei Sätzen (21:19, 21:15) gegen die US-Amerikanerinnen Kelly Larsen/Emily Stockman durch und überzeugte dabei vor allem im zweiten Satz. "Wir waren heiß und es fühlt sich gut an, dass wir so ins Turnier gestartet sind", sagte Kozuch. Ludwig, deren Sohn Teo an diesem Tag ein Jahr alt wurde, ergänzte: "Ich könnte nicht glücklicher sein. Wir konnten es gar nicht abwarten, loszulegen."

Im April noch ohne Chance

Ludwig überzeugte in der Defensive, Kozuch riss die Zuschauer immer wieder mit ihren wuchtigen Schmetterbällen von den Sitzen. Und so waren sie nicht zu schlagen, dabei waren sie gegen Larsen/Stockman - immerhin die Nummer elf der Welt - im April bei einem Turnier in Warschau noch ohne Chance gewesen. Die Lokalmatadorinnen haben damit den Grundstein zum Erreichen der K.o.-Phase ab Mittwoch gelegt. Die weiteren Gruppen-Gegnerinnen sind die Brasilianerinnen Maria Antonelli und Carolina Solberg Salgado sowie die Außenseiterinnen Tochukwu Nnoruga/Francisca Ikhiede (Nigeria).

Ittlinger und Laboureur feiern Auftaktsieg

Zuvor hatten die an Position eins gesetzten Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur den deutschen Beachvolleyballern einen Auftakt nach Maß beschert. Das neu formierte Team gewann das Eröffnungsspiel auf dem Center Court des umgebauten Tennisstadions am Rothenbaum gegen das Außenseiterduo Michelle Amarilla/Patricia Pena aus Paraguay deutlich mit 2:0 (21:15, 21:10). "Ein Pflichtsieg, 2:0, in Ordnung", sagte Ittlinger nach ihrem ersten WM-Match überhaupt.

Die Deutschen lagen schnell mit 10:1 in Front, dann fanden die Südamerikanerinnen etwas besser ins Spiel. Dennoch hatte das aktuell beste deutsche Frauenteam das Match jederzeit im Griff. "Wir sind gut gestartet, haben dann zwischendurch nochmal den Fokus verloren. Das ist gegen so ein Team immer gefährlich, weil sie nichts zu verlieren haben. Im zweiten Satz haben wir diese Phase weggelassen und konnten den deutlicher gewinnen", bilanzierte Laboureur im ARD-Interview.

Bieneck und Schneider verlieren Krimi

Die deutschen Meisterinnen Victoria Bieneck und Isabel Schneider lieferten sich mit dem spanischen Duo Liliana Fernandez Steiner/Elsa Baquerizo McMillan einen echten Krimi, zogen aber am Ende mit 1:2 (18:21, 21:19, 13:15) den Kürzeren. Der gewonnene Satz kann sich allerdings noch auszahlen, wenn es möglicherweise darum geht, als einer der besten Gruppendritten in die K.o.-Runde einzuziehen. Das gilt auch für das junge deutsche Perspektivteam Leonie Körtzinger/Sarah Schneider, das den Österreicherinnen Lena Plesiutschnig/Katharina Schützenhöfer mit 1:2 (10:21, 21:16, 8:15) unterlag.

Niederlagen für Männer-Teams

Bei den Männern begannen die deutschen Vize-Meister Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms mit einer Niederlage: 0:2 (19:21, 16:21) gegen Martins Plavins/Edgars Tocks aus Lettland. Auch Routinier Jonathan Erdmann, der für den verletzten Alexander Walkenhorst eingesprungen war, und sein junger Partner Sven Winter verloren 0:2 (18:21, 16:21) gegen die Brasilianer Pedro Solberg/Vitor Felipe. Das deutsche Top-Duo Julius Thole/Clemens Wickler startet erst am Sonnabend (ab 13 Uhr im Livestream) in die WM.

Modus WM-Gruppenphase

Die beiden erstplatzierten Teams und die vier besten Dritten aus den zwölf Gruppen bei Frauen und Männern sind direkt für die erste K.o.-Runde qualifiziert, die am Mittwoch (Frauen) und Donnerstag (Männer) beginnt. Die jeweils verbleibenden acht Gruppendritten spielen in einer Lucky-Loser-Runde die letzten vier Teams für das Sechzehntelfinale aus.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 28.06.2019 | 19:30 Uhr