Stand: 29.04.2020 16:13 Uhr

Löwen und Towers: Auf einmal nur noch Zuschauer

Die Basketballer der Löwen Braunschweig © imago images / Contrast
Die Spieler der Löwen Braunschweig werden die Endrunde vor dem Fernseher verfolgen.

Drei norddeutsche Clubs bleiben am Ball, bei den beiden anderen ist die Saison 2019/2020 bereits vorbei - so stellt sich die Situation in der Basketball-Bundesliga (BBL) dar. Während sich die BG Göttingen, Rasta Vechta und die Baskets Oldenburg auf das Endrundenturnier mit zehn Teams in zwei Fünfer-Gruppen mit anschließenden Play-offs vorbereiten, wird bei den Löwen Braunschweig und den Hamburg Towers bereits ein erstes Saisonfazit gezogen. Beide Vereine hatten sich dagegen entschieden, an dem Turnier unter Ausschluss der Öffentlichkeit teilzunehmen. Wo und wann es stattfinden wird, ist noch nicht entschieden. Die Baskets Oldenburg haben erklärt, dass sie das Endrundenturnier gerne ausrichten würden.

Löwen-Coach Strobl: "Schlag in die Magengrube"

Pete Strobl, Trainer der Löwen Braunschweig, wäre auch gerne dabei gewesen.

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Die Baskets OIdenburg nach dem Halbfinalsieg im BBL-Pokal in Ulm. © picture alliance/Eibner-Pressefoto Foto: Achberger/Eibner-Pressefoto

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Dies verhehlte der US-Amerikaner mit den österreichischen Wurzeln im Gespräch mit der "Braunschweiger Zeitung" nicht. "Für mich als Trainer tut die Entscheidung weh wie ein Schlag in die Magengrube", sagte Strobl. Zwar könne er die Entscheidung des Vereins verstehen, aus finanziellen Gründen nicht mehr an der geplanten Fortsetzung der seit Mitte März unterbrochenen Spielzeit teilzunehmen. "Aber ich bin ja nicht für die Finanzen verantwortlich, sondern für den Basketball."

Nationalspieler Karim Jallow begrüßte dagegen die Entscheidung: "Die Gesundheit muss an erster Stelle stehen." Die Idee, innerhalb von drei Wochen Gruppenspiel und Play-offs austragen zu wollen, sei zu riskant, das Verletzungsrisiko zu groß. "Ich würde alles dafür geben, wieder spielen zu können, aber man ist zu lange raus, um jetzt eine so hohe Belastung auf sich zu nehmen", sagte der Löwen-Profi.

Hamburg Towers vor großen Herausforderungen

Bei den Hamburg Towers geht es derzeit um ganz andere Themen. Zwar durfte sich der auf dem letzten Tabellenplatz stehende Club darüber freuen, dass es in dieser Saison wegen der Corona-Krise keinen Absteiger gibt. Doch es gebe weiterhin viele Probleme, sagte Geschäftsführer Marvin Willoughby der "Bild". "Es hat sich nicht viel verändert. Aus einem von 1.000 Fragezeichen ist ein Punkt geworden. Wir haben die Gewissheit, dass wir nächste Saison in der BBL spielen. Alles andere ist nicht wirklich planbar."

Nur vier Spieler (Justus Hollatz, Kevin Yebo, Osaro Jürgen Rich Igbineweka und Jannik Freese) haben Verträge für die kommende Spielzeit. Zudem ist auch das Arbeitspapier von Coach Mike Taylor bis zum 30. Juni befristet. Wichtig seien aber derzeit vor allem Gespräche mit Sponsoren, um sich "eine wirtschaftliche Basis zu erarbeiten", wie Willoughby sagt.

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Rasta Vechtas Zabian Dowdell versucht, im Spiel gegen die Baskets Oldenburg den Ball im Korb unterzubringen. © imago images / Nordphoto

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Die derzeit unterbrochene Saison in der Basketball-Bundesliga soll mit zehn der 17 Clubs fortgesetzt werden. Geplant sind Geisterspiele in zwei Fünfergruppen. Drei Nordvereine wollen um den Titel kämpfen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 29.04.2020 | 23:03 Uhr

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