Alexander Zverev bei den ATP Finals in Turin © imago images/Shutterstock Foto: Ella Ling

Krimi bei den ATP Finals: Zverev unterliegt Medwedew und muss bangen

Stand: 16.11.2021 23:07 Uhr

Alexander Zverev hat bei den ATP Finals sein zweites Spiel verloren. Gegen den russischen Titelverteidiger Daniil Medwedew hieß es am Dienstag nach einem dramatischen Duell 3:6, 7:6 (7:3), 6:7 (6:8).

Zverev hatte sich nach seinem Auftakterfolg gegen Matteo Berrettini, der verletzungbedingt aufgeben musste, gegen Medwedew viel vorgenommen. Und nach holprigem Start lieferte der Hamburger ab, hatte den Weltranglistenzweiten am Rande einer Niederlage, verlor am Ende aber doch zum fünften Mal in Folge gegen den Moskowiter. "Das ist ein Match, an das man sich erinnern wird. Es war unglaublich", sagte Medwedew. Der 25-Jährige führt die Vorrundengruppe mit zwei Siegen an.

"Natürlich wollte ich gewinnen, aber das Turnier ist noch nicht beendet. Es liegt alles in meinen Händen." Alexander Zverev

Beim Jahresendturnier der besten acht Tennisprofis der Saison im Pala Alpitour von Turin steht der ein Jahr jüngere Zverev nun unter Druck: Gegner im letzten Vorrundenspiel ist am Donnerstag der Debütant Hubert Hurkacz. "Ich bin bereit, am Donnerstag zu spielen. Das wird das entscheidende Match für mich. Ich bin gespannt, und ich freue mich darauf", sagte Zverev. Der Pole verlor kurz darauf auch sein zweites Match bei den Finals gegen den Italiener Jannik Sinner (2:6, 2:6), der seinen verletzten Landsmann ersetzt hatte. Die beiden Erstplatzierten beider Gruppen qualifizieren sich für das Halbfinale.

Zverev kämpft sich ins Match - und verliert doch

Das Match hatte für Zverev denkbar ungünstig begonnen. Gleich sein erstes Aufschlagspiel ging an Medwedew. Zverev war danach zwar wach und hatte prompt die Chance zum Rebreak. Doch er vergab sie - und es sollte die letzte im ersten Abschnitt bleiben.

Der Hamburger ließ sich zu oft auf Grundlinienduelle ein, bei denen er fast immer das Nachsehen hatte. An diesem Bild änderte sich auch zu Beginn des zweiten Satzes nichts. Doch Zverev fand über einen starken Aufschlag immer besser rein - und nutzte im Tiebreak dann aus, dass der sonst so kühl wirkende Medwedew die Nerven verlor. Der Russe leistete sich einen Fußfehler, lamentierte und legte sich mit dem Publikum an. Zverev war nun da und glich nach Sätzen aus.

Im entscheidenden Abschnitt wurde das Spiel dann immer mehr zum Krimi - und spätestens im zweiten Tiebreak ging es vor allem um die stärkeren Nerven. Doch auch wenn Zverev nach einem Minibreak mit 4:2 führte, hatte Medwedew das bessere Ende für sich. Die ersten beiden Matchbälle des Russen wehrte Zverev noch ab, dann war die erneute Niederlage besiegelt.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 16.11.2021 | 17:17 Uhr

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