Kollision bei Vendée Globe: Herrmann telefoniert mit Fischer

Stand: 29.01.2021 16:06 Uhr

Weltumsegler Boris Herrmann hat Kontakt mit dem Eigner des spanischen Fischtrawlers aufgenommen, mit dem er bei der Vendée Globe zusammengestoßen war.

"Ich habe den Schiffseigner angerufen und erst einmal gefragt, ob alles okay ist", sagte der Hamburger am Freitag. "Wir haben uns nett unterhalten. Auf jeden Fall keine Vorwürfe von meiner Seite. Das war Riesenpech." Sie hätten sich "nett gegenseitig beieinander entschuldigt".

Zuletzt hatten Herrmann und der Kapitän des Kutters über den Vorfall am Mittwochabend 90 Seemeilen vor dem Ziel der Regatta in Les Sables-d'Olonne unterschiedliche Ansichten geäußert. Kapitän Josu Zaldumbide hatte der "Süddeutschen Zeitung" versichert, dass das AIS, durch das Schiffe ihre Navigations- und Schiffsdaten austauschen, bei ihm eingeschaltet gewesen sei.

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"In der Hast der Situation die naheliegendste Erklärung"

Dem hatte Herrmann am Freitag im "Morgenmagazin" zunächst widersprochen: "Das war es eindeutig nicht. Das können wir ja sehen im Daten-Log." Nun räumte der 39-Jährige ein: "Er hat recht. In der Hast der Situation habe ich das als die einfachste und naheliegendste Erklärung wahrgenommen, weil ich schon das ein oder andere Fischerboot gesehen habe, das kein AIS an hatte."

Bei der folgenreichen Kollision von Herrmanns "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" war niemand verletzt worden. Das Boot wurde allerdings stark beschädigt. Der Hamburger konnte nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit weitersegeln und verpasste dadurch den erhofften Podiumsplatz. Nach über 80 Tagen und 28.000 Seemeilen wurde er am Ende starker Fünfter.

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Sportclub | 31.01.2021 | 23:35 Uhr

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