Stand: 17.03.2019 23:39 Uhr

Kerber verliert das Finale von Indian Wells

Angelique Kerber muss in Indian Wells weiter auf den Turniersieg warten.

Tennisspielerin Angelique Kerber hat den ersten Turniersieg seit ihrem Erfolg in Wimbledon vor knapp neun Monaten verpasst. Im Finale von Indian Wells (Kalifornien) unterlag die 31-jährige Kielerin der 18 Jahre alten Kanadierin Bianca Andreescu in einem packenden Match 4:6, 6:3, 4:6. Kleiner Trost: Durch den Finaleinzug verbessert sich Kerber in der Weltrangliste vom achten auf den vierten Rang. "Ich wusste, ich würde mein bestes Tennis spielen müssen, um sie zu schlagen. Aber letztlich habe ich meine Chancen nicht genutzt, sie dagegen schon", gab sich die Kielerin als faire Verliererin, "ich freue mich über dieses Abschneiden, das gibt mir viel Selbstvertrauen."

Andreescu beeindruckt im ersten Satz

Kerber begann ihr 29. Endspiel auf der Tour unkonzentriert und gab gleich das erste Aufschlagsspiel mit einem Doppelfehler ab. Ganz anders ihre Gegnerin, die mit sehr druckvollem, aber auch variablem Vorhandspiel Kerber immer wieder in Verlegenheit brachte. Zwar fand die Kielerin in der Folge besser ins Spiel, schaffte aber kein Break, sodass der erste Durchgang nach 40 Minuten an die Weltranglisten-60. Andreescu ging. "Ich seh den Ball nicht", beklagte sich Kerber in der Satzpause bei ihrem Trainer Rainer Schüttler darüber, dass sie sich von der Sonne geblendet fühlte.

Kerber kämpft sich ins Match zurück...

Das Coaching von Schüttler der Marke "Stell Dich nicht so an" wirkte, denn im zweiten Satz spielte Kerber tatsächlich risikoreicher und aggressiver. Die Returns der Deutschen kamen deutlich besser und stellten Andreescu vor Probleme. Das entscheidende Break gelang zum 3:1, nach knapp eineinhalb Stunden durfte sich Kerber über den Satzgewinn freuen.

... und gibt es wieder aus der Hand

Der dritte Durchgang verlief dramatisch. Zunächst schien die Kielerin die Nase vorn zu haben. Andreescu wirkte erschöpft und ließ sich zwischendurch behandeln. Kerber holte sich das vermeintlich vorentscheidende Break zum 3:2, kassierte aber direkt das Rebreak und verlor auch die folgenden zwei Spiele - 3:5. Dann wehrte sie drei Matchbälle ab, schaffte noch einmal ein Break - um dann bei eigenem Aufschlag nach 2:18 Stunden das Match zu verlieren.

Angelique Kerbers Weg nach oben

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 18.03.2019 | 06:25 Uhr