Tennisspielerin Angelique Kerber in Wimbledon. © IMAGO / Paul Zimmer

Kerber und Zverev erreichen Achtelfinale in Wimbledon

Stand: 04.07.2021 09:52 Uhr

Angelique Kerber und Alexander Zverev stehen im Achtelfinale des Tennisturniers von Wimbledon. Die Kielerin gewann gegen die Belarussin Alexandra Sasnowitsch 2:6, 6:0, 6:1, der Hamburger schlug den US-Amerikaner Taylor Fritz 6:7 (3:7), 6:4, 6:3, 7:6 (7:4).

Vor allem die Art und Weise, wie Kerber nach einer eineinhalbstündigen Regenpause und dem 1:5-Rückstand im ersten Satz zurückkam, macht Hoffnung auf mehr. Zwar war der erste Durchgang nicht mehr zu retten, doch die Kielerin zeigte nun eine ganz andere Körpersprache. 

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Kerber nun gegen Gauff

Sie wirkte im zweiten Satz viel griffiger, zwang Sasnowitsch mit mehr Power und besseren Returns zu Fehlern und verpasste ihr mit dem 6:0 die Höchststrafe. Die Belarussin war sichtlich beeindruckt und hatte gegen die Dominanz Kerbers auch im dritten Satz keine Chance mehr. Nach 75 Minuten verwandelte die deutsche Nummer eins den ersten Matchball.

Am "Manic Monday" bekommt es die 33-Jährige auf dem Centre Court mit der US-Nachwuchshoffnung Cori Gauff zu tun, die an Nummer 20 gesetzt ist. "Ich sehe das Feuer in ihr", sagte Kerber über die 17-Jährige, die im Ranking fünf Plätze vor ihr liegt: "Ich weiß, dass es ein hartes Match wird."

Nach dem Turniersieg bei der Generalprobe in Bad Homburg steht Kerber nun schon bei acht Siegen auf Rasen in Serie. Da viele Mitfavoritinnen bereits früh gescheitert sind, ist das Feld für die Kielerin weit geöffnet. Zudem ist Kerber, die 2018 beim Rasenklassiker triumphierte, die einzige verbliebene Wimbledonsiegerin im Turnier.

Auf Zverev wartet Auger-Aliassime

Nach den zwei ungefährdeten Siegen zum Auftakt wurde French-Open-Halbfinalist Zverev gegen Fritz wesentlich mehr gefordert - und im Achtelfinale wartet auf den 24-Jährigen eine noch größere Hürde. Am Montag trifft er auf den kanadischen Weltranglisten-19. Felix Auger-Aliassime, dessen Drittrundengegner Nick Kyrgios nach zwei Sätzen verletzt aufgeben musste. "Da werde ich besser spielen müssen als heute, um überhaupt eine Chance zu haben", sagte Zverev, der erst zum zweiten Mal überhaupt unter den besten 16 in Wimbledon steht. Das Match ist für Platz eins angesetzt, der wie der Centre Court über ein Dach verfügt.

Wende Mitte des zweiten Satzes

Im Duell zweier starker Aufschläger zwischen Zverev und Fritz gab es zunächst so gut wie keine Chancen für die Returnspieler. Nur zwei Breakmöglichkeiten direkt zu Beginn erspielte sich Zverev, ließ diese aber ungenutzt. Fritz war der etwas aktivere Spieler und gewann den ersten Satz im Tiebreak verdient.

Wie sehr ihn das frustrierte, zeigte Zverev, als er zu Beginn des zweiten Durchgangs wütend einen Ball wegschlug und eine Verwarnung erhielt. Und dieser Ausbruch schien Wirkung zu zeigen. Das erste Break zum 3:1 gab Zverev zwar sofort wieder her, das nächste schnappte er sich eiskalt zum Satzausgleich. Zverev erhöhte den Druck von der Grundlinie, machte kaum mehr vermeidbare Fehler und suchte auch häufiger den Weg ans Netz. Nach 2:37 Stunden entschied der Hamburger das Match für sich.

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Dieses Thema im Programm:

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