Stand: 21.07.2019 11:45 Uhr

Kerber trennt sich von Trainer Schüttler

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Angelique Kerber hat sich von ihrem Trainer Rainer Schüttler getrennt.

Deutschlands beste Tennis-Spielerin Angelique Kerber hat nach gerade einmal acht Monaten die Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Rainer Schüttler beendet. Das teilte die Kielerin knapp zwei Wochen nach ihrem enttäuschenden Zweitrundenaus beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis (USA) via Twitter mit. "Wir haben entschieden, dass es Zeit für einen Neustart ist", schrieb Kerber: "Veränderungen sind nie einfach - besonders, wenn man mit so einer tollen Person wie Rainer zusammenarbeitet."

Auf Weltranglisten-Platz 13 abgerutscht

Kerber und Schüttler hatten seit Ende 2018 zusammengearbeitet - mit mäßigem Erfolg. Bei den Australian Open schied Kerber im Achtelfinale aus, bei den French Open schon in der ersten Runde. Nach ihrem frühen Aus in Wimbledon, wo sie als Titelverteidigerin angereist war, hatte sie bereits gesagt: "Momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Aber wenn ich auf das ganze halbe Jahr schaue, gab es gute und einige nicht so gute Momente." In der Weltrangliste ist die Kielerin aus den Top Ten gefallen. Derzeit rangiert Kerber nur auf Platz 13.

"Er ist ein Freund geworden"

Wie genau es für Kerber nun weitergeht, ist völlig offen. Sie hatte über viele Jahre erfolgreich unter Torben Beltz und später unter Wim Fissette trainiert, dabei die nötige Konstanz gehabt und Erfolge gefeiert. Doch unter Schüttler, mit dem sie seit dem 13. November 2018 zusammenarbeitete, blieben die Triumphe aus. Am Freitag schrieb sie nun, dass sie dem ehemaligen Australian-Open-Finalisten "dankbar für seine harte Arbeit und Hingabe in den vergangenen Monaten" sei: "Er ist ein Freund geworden."

Schüttler: "Es wurde niemand gefeuert"

Zwei Tage nach der Trennung äußerte sich auch Rainer Schüttler erstmals zu dem Thema. "Wir haben während unserer gemeinsamen Arbeit ein freundschaftliches Verhältnis zueinander entwickelt, und das wollen wir auch beibehalten", sagte der frühere Weltklassespieler: "Es wurde niemand gefeuert." Nach Wimbledon habe man sich zusammengesetzt "und in einem offenen und sachlichen Gespräch beschlossen, dass jeder von uns beiden einen anderen Weg gehen möchte".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.07.2019 | 22:40 Uhr

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