Stand: 22.09.2020 22:45 Uhr

Hanfmann und Koepfer weiter - Struff scheitert

Tennis-Profi Yannick Hanfmann beim Turnier am Hamburger Rothenbaum © Witters Foto: Valeria Witters
Yannick Hanfmann steht im Achtelfinale.

Vor den Augen von Tennis-Legende Boris Becker haben Dominik Koepfer (Furtwangen) und der Karlsruher Yannick Hanfmann beim Tennis-Turnier am Hamburger Rothenbaum das Achtelfinale erreicht. Davis-Cup-Spieler Koepfer rang am Dienstag den Japaner Yoshihito Nishioka mit 7:6 (7:0), 4:6, 6:1 nieder. Hanfmann bezwang überraschend den an Nummer drei gesetzten Gael Monfils aus Frankreich 6:4, 6:3. Routinier Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff scheiterten bei der mit 1,771 Millionen US-Dollar dotierten Sandplatzveranstaltung hingegen an ihren Auftakthürden.

Koepfer nun gegen Mitfavorit Agut

"Mein Vater war da, Bundestrainer Michael Kohlmann, dazu Boris Becker. Es hat mich riesig gefreut", sagte Koepfer, der an der Elbe an seine starke Form aus Rom anknüpfte. Bei dem Masters war der 26-Jährige erst im Viertelfinale am Weltranglistenersten Novak Djokovic aus Serbien gescheitert. Nun wartet auf ihn die schwierige Aufgabe gegen den an Position vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut, der Titelverteidiger Nikolos Bassilaschwili (Georgien) mit 6:4, 6:3 besiegte. "Ich denke, es ist alles offen", so der Deutsche.

Becker: "Eine tolle Einstellung"

Hanfmann, der zuletzt schon mit der Finalteilnahme in Kitzbühel für Aufsehen gesorgt hatte, nutzte gegen den im zweiten Satz angeschlagenen Monfils nach 1:14 Stunden seinen ersten Matchball. Es war sein erster Erfolg über einen Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste. Der 28-Jährige trifft nun auf Cristian Garin aus Chile. "Beides sind harte Arbeiter, die eine tolle Einstellung haben. So kann man im Tennis erfolgreich sein", sagte Becker über die beiden deutschen Auftaktsieger.

Hanfmann war in der vergangenen Woche bereits nach Paris gereist, um sich dort auf die Qualifikation für die French Open vorzubereiten. Dann bekam er am Freitagabend den Anruf der Hamburger Veranstalter, ob er eine Wildcard für das mit rund 1,2 Millionen Euro dotierte Sandplatz-Event in der Hansestadt annehmen wolle. "Es war keine leichte Entscheidung, weil ich die French Open liebe. Aber ich denke, es war die richtige Entscheidung", sagte er nach seinem Erfolg.

Kohlschreiber liefert Fognini harten Kampf

Das frühe Aus kam dagegen bei seiner 16. Rothenbaum-Teilnahme für Kohlschreiber. Der 36 Jahre alte Augsburger musste sich dem an Nummer sechs gesetzten Italiener Fabio Fognini nach hartem Kampf mit 6:4, 1:6, 5:7 geschlagen geben. Für Kohlschreiber war es gegen einen seiner Lieblingsgegner im zehnten Aufeinandertreffen erst die dritte Niederlage.

Struff gibt Sieg aus der Hand

Auch Struff - als Weltranglisten-32. derzeit zweitbester deutscher Profi im ATP-Klassement nach Alexander Zverev - scheiterte bereits an seiner Auftakthürde. Der 30-Jährige aus Warstein unterlag dem an Position acht gesetzten Russen Karen Chatschanow mit 6:7 (5:7), 6:4, 5:7. Struff lag im entscheidenden Durchgang zwei Mal mit Break vorne und schlug beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn auf. Doch dann leistete sich der Davis-Cup-Spieler zu viele leichte Fehler. "In Hamburg, beim Heimturnier, hätte ich gerne mein Match gewonnen", sagte Struff frustriert.

Topgesetzter Medwedew scheitert an Humbert

Noch enttäuschender als für Struff ist fraglos das Erstrunden-Aus für Daniil Medwedew. Der Russe war am Rothenbaum an Nummer eins gesetzt, musste sich dem Franzosen Ugo Humbert am Dienstagabend aber - überraschend deutlich - mit 4:6, 3:6 geschlagen geben.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 20.09.2020 | 22:50 Uhr

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