Sebastian Furchner, Kapitän der Grizzlys Wolfsburg © imago images / DeFodi Foto: DeFodi

Grizzlys Wolfsburg: Rekordspieler Furchner bleibt bis 2022

Stand: 17.02.2021 16:02 Uhr

Eishockey-Profi Sebastian Furchner hat seinen Vertrag bei den Grizzlys Wolfsburg um eine weitere Spielzeit verlängert. Für den 38-Jährigen wird es die 14. Saison bei den Niedersachsen sein.

Der Mann mit der Nummer 17 bekommt einfach nicht genug von der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nicht einmal die Corona-Pandemie mit dem Ausschluss von Zuschauern kann dem 38 Jahre alten Ex-Nationalspieler die Liebe zu seinem Sport derart verleiden, dass er womöglich seine Profikarriere beendet. Im Gegenteil. Der gebürtige Kaufbeurer, der seit 2008 für die Grizzlys spielt, hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert.

Platz zwei der DEL-Rekordspielerliste winkt

Furchner ist für das Wolfsburger Eishockey eine Institution, er ist Kapitän und Rekordspieler des Clubs. Seit seinem Wechsel von den Kölner Haien vor gut 13 Jahren absolvierte der Angreifer 692 Spiele für die Grizzlys. Dabei erzielte er 216 Tore und sammelte 225 weitere Scorerpunkte. Mit bislang 1.042 Einsätzen hat Furchner von den aktiven DEL-Cracks die meisten Spiele in der deutschen Eliteklasse bestritten.

Weitere Informationen
Tabelle, Eishockeyschläger und Puck © NDR

Ergebnisse und Tabelle DEL

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

Lediglich Rekordspieler Mirko Lüdemann (1.197 Spiele) sowie David Kreutzer und Niki Mondt (beide 1.060) standen in der Liga-Geschichte in noch mehr Begegnungen auf dem Eis. Da Wolfsburg in der laufenden Spielzeit noch 22 Hauptrunden-Spiele zu absolvieren hat, könnte Furchner Kreutzer und Mondt noch im Saisonverlauf von Platz zwei in der Liste der DEL-Dauerbrenner verdrängen.

Job bei den Grizzlys nach Karriereende sicher

Mehr noch als die Rekordliste dürfte Furchner die Hoffnung angetrieben haben, dass es bei der Eindämmung von Covid-19 in absehbarer Zeit spürbare Erfolge geben wird und Besucher spätestens in der kommenden Saison wieder in die Stadien dürfen. "Ich kann seinen Wunsch, noch einmal vor Zuschauern und Fans spielen zu wollen und die Eishockey-Atmosphäre zu erleben, sehr gut nachvollziehen", sagte Grizzlys-Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf.

"'Furchis' sportliche als auch menschliche Qualitäten sind für unseren Club sehr wertvoll, das beweist er immer wieder aufs Neue. Daher freut es mich sehr, dass wir Sebastian ein weiteres Jahr auf dem Eis sehen werden und er anschließend bei uns im Club in einer dann neuen sportorganisatorischen Funktion weiterarbeiten wird."

Furchner: "Noch einmal vor Eishockey-Fans"

"Oldie" Furchner dankte seinem Verein für das "große Vertrauen", das dieser ihm entgegen bringe. "Ich merke jeden Tag, wie glücklich ich bin, dass ich dieses sportliche Niveau weiterhin erreichen kann. Ich komme immer gerne in die Arena, um mit den Trainern und dem Team hart zu arbeiten", sagte er. "Die Aussicht, noch einmal vor allen Eishockey-Fans in ganz Deutschland auflaufen und die Stimmung erleben zu dürfen, motiviert mich ungemein. Darauf freue ich mich schon jetzt wie am ersten Tag."

Weitere Informationen
Vechtas Ikenna Iroegbu (2.v.r.) versucht, Oldenburgs Rickey Paulding (r.) am Korbleger zu hindern. © imago images / fotoduda

Proficlubs dürfen auf mehr Corona-Hilfe hoffen

Die Beihilfe-Obergrenze soll für Vereine der großen deutschen Ligen außerhalb der höchsten beiden Fußballklassen angehoben werden. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 17.02.2021 | 17:25 Uhr

Mehr Sport-Meldungen

Präsident Oke Göttlich vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli © IMAGO / Philipp Szyza Foto: Philipp Szyza

St.-Pauli-Präsident Göttlich hatte Corona: "Ich war ziemlich krank"

Der Clubboss infizierte sich im vergangenen Jahr zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie mit dem Virus. Er kämpfte lange mit den Folgen der Erkrankung. mehr