Eishockey-Profi Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg © imago images / Eibner

Grizzlys Wolfsburg: Das lange Warten auf Eishockey ist vorbei

Stand: 13.11.2020 12:11 Uhr

Nach den Fischtown Pinguins aus Bremerhaben beginnt nun auch für die Grizzlys Wolfsburg das Vorbereitungsturnier der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Für die Niedersachsen soll das erste Spiel am Sonnabend beim Vorbereitungsturnier der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Düsseldorfer EG die Rückkehr zur Normalität ebnen. "Jetzt sind natürlich alle Spieler heiß, schließlich ist Eishockey ihr Beruf", sagte Manager Karl-Heinz Fliegauf. Zuschauer sind bei der Partie gegen Düsseldorf wie bei jeder Sportveranstaltung in diesem Monat nicht erlaubt.

Fliegauf: "Wichtig für die Präsenz unseres Sports"

An dem Vorbereitungsturnier nehmen acht der 14 DEL-Teams bis Mitte Dezember teil. Als Startgeld gibt es laut Fliegauf "eine mittlere fünfstellige Summe", zudem ist eine Siegprämie ausgelobt. "Der Cup ist ein gutes Startsignal und wichtig für die Präsenz unseres Sports", sagte der dienstälteste Manager der DEL.

Geht es nach dem Willen der Wolfsburger, mündet er direkt in dem Start einer neuen DEL-Saison am 18. Dezember. Ob es dazu kommt, wollen die Clubs bei einer Gesellschafterversammlung am kommenden Donnerstag entscheiden. Im NDR zeigte sich Fliegauf optimistisch: "Ich würde sagen, dass wir auf jeden Fall spielen werden." Die Frage sei lediglich, mit wie vielen Teams.

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Zweimal ist der zunächst für September und dann für November geplante DEL-Start wegen der Pandemie bereits verschoben worden. Das hat auch bei den Grizzlys an den Nerven aller Beteiligten gezerrt. Um die Kosten, die gerade im Eishockey wegen der großen Spielerkader erheblich sind, zu minimieren, einigten sich Clubs und Spieler auf einen 25-prozentigen Gehaltsverzicht. Zudem versuchte man auch in Wolfsburg, die langen Wochen der Untätigkeit mit Kurzarbeit zu überbrücken. "Wenn die Spieler nicht ihren Job ausüben können, ist das nicht spaßig", sagte Fliegauf.

Grizzlys haben Corona-Hilfe bewilligt bekommen

Wie zwölf andere DEL-Clubs auch, beantragten die Grizzlys eine staatliche Corona-Hilfe, die die entgangenen Zuschauer- und Catering-Einnahmen für die Zeit von Anfang April bis zum Ende dieses Jahres zu 80 Prozent ausgleichen soll. "Wir haben einen positiven Bescheid", bestätigte Fliegauf. "Das Geld ist noch nicht da, aber wir haben es einkalkuliert." Um welche Summe es sich dabei handelt, sagte er nicht. Bis zu 800.000 Euro kann jeder Club maximal bekommen.

Vorfreude bei Spielern und Trainer groß

Das Vorbereitungsturnier wird in zwei Vierergruppen ausgetragen, in denen jeder gegen jeden spielt. In der Grizzlys-Gruppe treten neben der DEG noch der Nordrivale aus Bremerhaven und die Krefeld Pinguine an. Das erste Nordduell mit den Fischtown Pinguins, die mit einem 3:1-Sieg gegen Krefeld gestartet sind, steigt am 20. November in Wolfsburg, das Rückspiel am 4. Dezember in Bremerhaven.

Die Vorfreude bei den Spielern ist groß: "Es ist ein schönes Gefühl, nach den turbulenten Wochen und der großen Unklarheit den ersten, wichtigen Schritt zurück auf das Eis zu machen", sagte Grizzly-Kapitän Sebastian Furchner. Coach Pat Cortina, dem bis auf Verteidiger Janik Möser der komplette Kader zur Verfügung steht, ist mit dem Fitness-Zustand seiner Mannschaft zufrieden: "Die Jungs haben sehr gut gearbeitet, auch während der Pause."

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 13.11.2020 | 14:25 Uhr

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