Tennisprofi Alexander Zverev © imago images/PanoramiC Foto: Chryslene Caillaud

French Open: Fokussierter Zverev bereit für den großen Triumph

Stand: 11.06.2021 09:50 Uhr

Als erster deutscher Tennis-Profi seit Michael Stich vor 25 Jahren hat Alexander Zverev das Halbfinale der French Open erreicht. Der Hamburger will aber mehr. Heute Nachmittag geht es gegen Stefanos Tsitsipas.

Zwei Siege fehlen Alexander Zverev noch, um sich seinen Traum vom Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier zu erfüllen. Zwei Siege, die ihn einreihen würden in die Riege der ganz großen deutschen Tennis-Stars. Eine Halbfinal-Teilnahme bei einem der großen vier Turniere ist aller Ehren wert, doch der 24-Jährige gönnt sich keine Pause.

"Klar, ich bin froh, dass ich im Halbfinale bin. Aber ich mache keine Freudentänze, das Turnier ist noch nicht vorbei." Alexander Zverev

Eistonne und Aufschlagtraining

Er zeigt sich in Paris sehr fokussiert und absolvierte am Mittwoch ein längeres Training sowie die übliche Regenerationseinheit in der Eiskammer, um sich auf das Semifinale gegen den Griechen Tsitsipas vorzubereiten. "Mein Tank ist ja noch nicht so leer", sagte Zverev nach seinem am Ende ungefährdeten Dreisatz-Sieg im Viertelfinale gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Anschließend ging der Weltranglisten-Sechste direkt wieder auf den Platz, um noch ein wenig am Aufschlag zu arbeiten.

Der Hamburger weiß, dass er gegen Tsitsipas auf ein ganz anderes Kaliber trifft als in den bisherigen Runden. "Ich werde alles dafür tun, dass ich am Freitag topfit bin und mein Spiel zu 100 Prozent dahabe", sagte Zverev. Er wird seine Topform brauchen. Denn die Bilanz spricht klar für den Griechen, der zum dritten Mal in Serie in einem Major-Halbfinale steht.

Negative Bilanz gegen Tsitsipas

Fünf der sieben Duelle gewann Tsitsipas, dazu ist er die klare Nummer eins im Saisonranking. "Tsitsipas hat eine unglaubliche Sandplatzsaison gehabt, darüber brauchen wir gar nicht zu reden", sagte Zverev: "Jeder weiß, wie gut er gespielt hat. Es wird kein einfaches Match werden." Hoffnung macht aber der bislang letzte Vergleich: Im Finale von Acapulco im März behielt der Deutsche die Oberhand, wenn auch auf Hartplatz.

Zverevs Trainingseifer ist ein Erfolgsfaktor. Ein anderer seine neue mentale Stärke, wie er betonte: "Bevor Medwedew und Tsitsipas kamen, wurde ich medial als der Typ gesehen, der urplötzlich die Tenniswelt übernehmen sollte", erklärte er: "Ich habe auch Druck auf mich selbst ausgeübt. Ich war nicht sehr geduldig. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt vielleicht gelernt habe, mit der Situation ein bisschen besser umzugehen." Ob dem so ist, wird sich gegen Tsitsipas und bei einem Sieg gegen den Griechen dann im Finale zeigen. Dort würde auf den Hamburger der Gewinner der Partie zwischen Novak Djokovic (Serbien) und Rafael Nadal (Spanien) warten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.06.2021 | 23:03 Uhr

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