Stand: 24.07.2020 16:21 Uhr

Football: GFL-Saison ohne Nord-Clubs

Immer mehr Vereine verzichten auf eine Teilnahme an der wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst in den Spätsommer und Herbst verschobenen Saison der German Football League. Aus dem Norden erklärten Rekordchampion Braunschweig Lions, Ex-Meister Kiel Baltic Hurricanes, die Hildesheim Invaders und Aufsteiger Elmshorn Fighting Pirates, die vom American Football Verband Deutschland eingerichtete Exit-Option wahrzunehmen. Ein neues Lizenzstatut und eine angepasste Bundesspielordnung sorgen für den rechtlichen Rahmen, in dem die GFL-Teams in diesem Ausnahmejahr entscheiden können, ob sie in 2020 an einen Spielbetrieb teilnehmen möchten oder nicht, ohne die sportliche Qualifikation für die GFL für 2021 zu verlieren. Auch die Cologne Crocodiles, die in der Nord-Staffel angetreten wären, haben ihr Team zurückgezogen.

VIDEO: Rostock Griffins spielen vorerst nicht mehr (3 Min)

Zu große organisatorische Herausforderungen

"Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie und den damit verbundenen Verordnungen zu Hygiene-Auflagen, Abstandsregelungen und Begrenzung der Zuschauerzahl stellt ein etwaiger Spielbetrieb in diesem Jahr nicht bewertbare wirtschaftliche Risiken und nicht leistbare organisatorische Herausforderungen für den ASC Kiel dar", sagte Hurricanes-Vorstand Gunnar Peter. "Der Schutz der Gesundheit beteiligten Personen liegt in unserer Verantwortung.  Ebenso wie der Schutz des Vereins an sich." Der Elmshorner Headcoach Jörn Maier sagte: "Natürlich sind wir enttäuscht. Wir hatten einen Kader zusammengestellt, der in der GFL 1 ein gewichtiges Wörtchen hätte mitreden können. Es ist schade, weil wir Elmshorn gern auf die Football-Landkarte gesetzt hätten."

Noch kein normales Training möglich

Die Entscheidung trafen die Club-Verantwortlichen jedoch auch unter sportlichen Gesichtspunkten. Nach dem Lockdown Mitte März konnte drei Monate lang kein Training stattfinden. Seit Juni dürfen zwar in Schleswig-Holstein wieder Athletikübungen durchgeführt werden, eine adäquate Vorbereitung für den ab September geplanten Spieltrieb ist beiden Vereinen aber nicht möglich. Auch in Niedersachsen ist mindestens bis zum 31. August kein voll umfängliches Football-Training möglich. "Meiner Meinung nach ist es überhaupt nicht sinnvoll, in dieser Kürze der Zeit Hochleistungssport zu betreiben", sagte Elmshorns Maier. Er kritisierte zudem: "Nach wie vor gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen, was erlaubt ist und was nicht."

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 24.07.2020 | 19:30 Uhr

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