Stand: 28.06.2019 22:06 Uhr

Flautenpoker auf der Förde: Jurczok/Lorenz führen

Victoria Jurczok (r.) und Anika Lorenz liegen in der olympischen Skiff-Klasse 49erFX in Führung.

Die Berlinerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz haben bei der 125. Kieler Woche ihren ersten Platz in der olympischen Skiff-Klasse 49erFX verteidigt. Am Freitag reichte den Olympia-Neunten von 2016 im Flautenpoker auf der Förde ein fünfter und ein sechster Rang zum Ausbau ihrer Führung nach acht Wettfahrten vor Willemijn Offermann/Elise de Ruijter aus den Niederlanden und Ida Marie Baad Nielsen/Marie Thusgaard Olsen aus Dänemark. Die zweimaligen Kieler-Woche-Siegerinnen Tina Lutz und Susann Beucke (Holzhausen/Strande) liegen in der Goldflotte auf Platz vier. Bei sehr leichten Winden hatten die Wettfahrten am siebten Tag der weltgrößten Segelwoche erstmals mit mehrstündiger Verspätung begonnen.

"Es war wirklich sehr kompliziert, den richtigen Weg zu finden"

In der lauen Sommerbrise taten sich viele Akteurinnen schwer. Die bereits für die vorolympische Regatta in diesem Sommer qualifizierten Jurczok/Lorenz aber leisteten sich keinen Ausrutscher. "Es war heute wirklich sehr kompliziert, den richtigen Weg über den Kurs zu finden", sagte Vorschoterin Lorenz vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Ihr Team machte im zweiten Rennen des Tages bei nur drei bis fünf Knoten Wind aus einem 15. noch einen fünften Rang. Lutz und Beucke waren im ersten Durchgang erst als 14. ins Ziel gekommen. "Ein kleiner Fehler heute und du wirst sofort zehn Plätze nach hinten gereicht. Dann hatten wir noch eine Kollision an einer Tonne", haderte die Europameisterin Lutz.

Nacra 17: Kieler Kohlhoff/Stuhlemmer weiter vorn

Bei den 49ern fielen die Olympiasieger und America's Cup-Gewinner Peter Burling und Blair Tuke nach drei Wettfahrten mit den Plätzen sechs, 15 und 14 sogar vom ersten auf den dritten Rang der Gesamtwertung zurück. Zum Abschluss des siebten Wettkampftages feierten die Italiener Vittorio Bissaro und Maelle Frascari zwar einen Tagessieg im Nacra 17, wurden in der Gesamtwertung aber auf Platz vier zurückgestuft. Aufgrund regelwidriger An- und Abmeldung bei vier Wettfahrten belegte sie die Jury mit sogenannten "Standardstrafen". Die Italiener legten dagegen Protest ein. Platz eins belegen weiter die Kieler Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 27.06.2019 | 18:30 Uhr