Jubel bei den Grizzlys Wolfsburg © imago images/Eibner

Testturnier mit acht DEL-Clubs: "Ein sehr wichtiger Schritt"

Stand: 23.10.2020 12:23 Uhr

Bei den Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) fliegt der Puck wieder im Wettkampfmodus über das Eis, zumindest gilt dies für acht der 14 Teams aus dem Oberhaus.

Ab dem 11. November soll das Turnier ausgetragen werden. In Gruppe A treffen in Hin- und Rückspielen die Düsseldorfer EG, die Krefeld Pinguine, die Grizzlys Wolfsburg und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven aufeinander. Der EHC München, die Schwenninger Wild Wings, Adler Mannheim und die Eisbären Berlin bilden die Gruppe B. Die beiden Gruppenbesten kommen jeweils ins Halbfinale. Das Endspiel findet am 12. Dezember statt.

Grizzly-Manager Fliegauf: "Ein sehr wichtiger Schritt"

"Wir haben uns sehr schnell dafür entschieden, an diesem Turnier teilzunehmen. Es ist für das Eishockey und die Clubs ein sehr wichtiger Schritt. Wir freuen uns sehr, auch für alle treuen Fans, dass unsere Sportart endlich wieder präsent sein wird", erklärte Grizzlys Sportdirektor und Geschäftsführer Karl-Heinz Fliegauf. Erstmals seit dem Corona-bedingten Saisonabbruch im März stehen sich die DEL-Teams damit wieder im direkten Wettbewerb gegenüber. Laut "Eishockey News" sollen die teilnehmenden Clubs eine Antrittsprämie "in nicht unerheblicher Höhe" erhalten.

Saisonstart doch mit Geisterspielen?

Wann der reguläre Ligabetrieb wieder startet, ist weiterhin offen. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke schließt Geisterspiele inzwischen nicht mehr aus. "Wir sind nun an einem Punkt, wo wir sagen, wir wollen mit aller Macht spielen, dann müssen wir kalkulieren, wie wir auch Geisterspiele finanziell dargestellt bekommen. Das ist jetzt alternativlos - und alles, was irgendwann an Zuschauern kommt, ist ein Bonus," sagte Tripcke der "Stuttgarter Zeitung".

Keine Absteiger aus der DEL

Die DEL hat außerhalb der Fußballligen in Deutschland die meisten Zuschauer und ist besonders stark von den Zuschauer-Einnahmen abhängig. Anfang Oktober war der Saisonstart erneut verschoben worden, in der zweiten Dezemberhälfte soll es nun losgehen. Wegen der Coronavirus-Krise wird es wie erwartet in der Saison 2020/2021 keinen Absteiger aus der DEL geben. Der Meister der DEL 2 kann aber aufsteigen. Diese Änderung sei aufgrund der "Unwägbarkeiten und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten" getroffen worden, teilten die Ligen am Freitag mit.

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Fans der Grizzlys Wolfsburg im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins © picture alliance/CITYPRESS24 Foto: Michael Taeger/CITYPRESS24

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Tripcke übte auch ein weiteres Mal Kritik an der Politik. "Wir haben für sechsstellige Summen Hygienekonzepte entwickelt, an denen die Gesundheitsämter den Clubs informell bis zu 70 Prozent Auslastung zugestanden hätten", sagte der 52-Jährige, "doch die Politik hat nicht mitgezogen, obwohl die Konzepte funktionieren und bislang in Europa in letzter Zeit keine Sportveranstaltung als Superspreader-Event bekannt wurde."

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 22.10.2020 | 11:25 Uhr

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