Symbolbild Handball © imago images/Zink Foto: Daniel Marr

Corona: Amateurverbände setzen auf Freiwilligen-Modell

Stand: 20.10.2020 15:01 Uhr

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen wird im norddeutschen Amateursport über die Einführungen von Freiwilligen-Regelungen in Hallen-Sportarten wie Handball, Volleyball oder Basketball diskutiert.

Der Bremer Handball-Verband (BHV) hat ein solches Modell am Montagabend bereits eingeführt. Bei Dachorganisationen wie dem Handball-Verband Niedersachsen, dem Nordwestdeutschen Volleyball-Verband oder dem Hamburger Handball-Verband soll der Umgang mit der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch besprochen werden.

Bremer Handball-Verband geht voran

"Jetzt alles abzubrechen, wäre eine Katastrophe", sagte BHV-Präsidentin Monika Wöhler dem "Weser Kurier". Sollte eine Mannschaft aber wegen des Infektionsrisikos auf ihr nächstes Spiel verzichten wollen, kann sie dies im Bremer Handball ab sofort in jeder Woche bis zum Fristende am Mittwochabend (23:59 Uhr) beim Verband ankündigen. In diesem Fall wird die Partie nicht wie sonst üblich zu Gunsten des Gegners gewertet und der Verein wird auch nicht mit einer Ordnungsstrafe belegt. Das Spiel kann dann laut BHV bis März 2021 nachgeholt werden.

Die Voraussetzung dafür: Liegt der sogenannte Inzidenzwert in Bremen bei weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, wird die Saison normal fortgesetzt. Übersteigt er den Wert von 50 wie dies aktuell in der Hansestadt der Fall ist, greift die Freiwilligen-Regelung.

Hamburger Volleyball-Verband mit ähnlichem Modell

Der Hamburger Volleyball-Verband hat ein vergleichbares Modell ebenfalls schon eingeführt. "Ich finde daran gut, dass die Hamburger nicht gewartet haben, bis die Politik eine Vorgabe trifft", sagte Lars Thiemann, der Vorsitzende des Bremer Volleyball-Verbands.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.10.2020 | 15:25 Uhr

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