Stand: 02.08.2020 15:48 Uhr

Beachvolleyball: Walkenhorst/Grüne für DM qualifiziert

Kira Walkenhorst (l.) und Anna-Lena Grüne sind in Düsseldorf erfolgreich.

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst hat sich mit ihrer neuen Partnerin Anna-Lena Grüne für die deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (3. bis 6. September) qualifiziert. Beim Turnier in Düsseldorf gewann das neuformierte Duo das entscheidende Spiel gegen Viktoria Bieneck und Julika Hoffmann mit 2:0 (25:23, 21:14). Die zwei weiteren Tickets für die DM-Teilnahme sicherten Larissa Claaßen/Nina Interwies (Hamburg) und Svenja Müller/Sarah Schulz (Düsseldorf/Mainz).

Walkenhorst: "Yessssss! We did it!"

"Yessssss! We did it!", schrieb Walkenhorst bei Instagram: "Timmendorf wir kommen. Freuen uns mega!" Dabei sah der Plan mit Grüne etwas anders aus. "Wir wollten hier antreten, um uns kennenzulernen und in Hamburg das Ticket lösen. Es jetzt schon im ersten Anlauf klar zu machen, ist natürlich super", sagte Walkenhorst. Partnerin Grüne war ebenfalls überglücklich: "Ich bin noch ein bisschen müde und muss noch realisieren, dass wir es geschafft haben. Es fühlt sich einfach richtig gut an."

Corona stoppte die Rückkehr mit Partnerin Gernert

Walkenhorst feierte damit in Düsseldorf ein überaus erfolgreiches Comeback im Sand, obwohl sie zuletzt improvisieren musste. Eigentlich wollte sich die 29-Jährige in Ruhe mit Melanie Gernert auf ihr Comeback vorbereiten, doch dann kam die Corona-Pandemie und wirbelte ihre Pläne gehörig durcheinander. Die Rückkehr mit Gernert fiel ins Wasser, stattdessen standen für Walkenhorst und deren Ehefrau Maria erst einmal die gemeinsamen Kinder im Vordergrund. "Es waren jetzt vier Monate, in denen wir uns, wie viele andere Eltern auch, 24/7 um die Drillinge zu Hause kümmern mussten, da war an Sport bis auf ein paar Stabi-Übungen nicht wirklich zu denken."

Ziel Timmendorf - mit Nachwuchshoffnung Grüne

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Anna-Lena Grüne ist die neue Partnerin von Kira Walkenhorst.

Als vor knapp zwei Wochen der Anruf kam, dass die Kita in Hamburg wieder öffnet, "stand ich ohne Partnerin da", berichtet Walkenhorst. Gernert hatte sich nach Absprache bereits eine neue Mitspielerin gesucht. Obwohl alles "sehr kurzfristig und mit vielen Fragezeichen versehen" war, hielt die Weltmeisterin von 2017 an ihren Comeback-Plänen fest. Die Bundesnachwuchstrainer brachten schließlich die 18-jährige Hildesheimerin Grüne ins Spiel. "Wir hatten zwei Wochen Vorbereitung, wir haben ein gutes Niveau auf nationaler Ebene. Deswegen ist mein Ziel, dass wir uns für Timmendorf qualifizieren."

Olympia 2024 in Paris? Wenn der Körper mitmacht

Walkenhorst will noch einmal angreifen, bremst aber die Erwartungen: "Ich bin natürlich noch nicht auf dem Niveau von 2016." In jenem Jahr erfüllte sie sich mit Ludwig in Rio den olympischen Gold-Traum. Noch einmal bei den Spielen zu starten, schließt Walkenhorst nicht aus: "Wenn ich merke, dass mein Körper das schmerzfrei mitmacht, dann könnte ich mir Paris 2024 tatsächlich vorstellen. Aber das kommt natürlich auch ein bisschen auf die Partnerin an."

Vorher muss sie sich aber erst wieder herantasten: "Die erste Woche hatte ich großen Muskelkater, aber es pendelt sich ein." Das dürfte sie jedoch mit Blick auf die vergangenen Jahre wenig stören. Im August 2018 bestritt Walkenhorst ihr vermeintlich letztes Spiel, bevor sie verletzungsbedingt ihre Karriere vorerst beendete. Das Training habe sie in dieser Zeit teilweise nach zehn Minuten abbrechen müssen. "Irgendwann habe ich es laut ausgesprochen: Das war es, es geht nicht mehr." Nun geht es doch wieder - zurück in den Sand.

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Sport aktuell | 30.07.2020 | 17:25 Uhr