Stand: 03.07.2019 20:05 Uhr

Schwarzer Tag für Beach-Frauen - Nur Borger/Sude weiter

Schwarzer Tag für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) bei der Beach-WM in Hamburg: Von den sechs deutschen Frauen-Teams schieden am Mittwoch fünf aus. Für den negativen Abschluss sorgten am Abend Laura Ludwig, deren Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung platzte, und ihre neue Partnerin Margareta Kozuch. Lediglich Karla Borger und Julia Sude schafften es ins Achtelfinale.

Olympiasiegerin Ludwig und Kozuch verloren in der Runde der letzten 32 trotz lautstarker Unterstützung von rund 10.000 Fans überraschend deutlich mit 0:2 (15:21, 12:21) gegen das US-Duo Summer Ross/Sara Hughes. Beide spielen erst seit dieser Saison zusammen, in Hamburg machte sich die noch fehlende Abstimmung deutlich bemerkbar. Die WM muss damit ab sofort ohne die größten Publikumslieblinge auskommen.

"Es schmerzt auf jeden Fall. Wir haben es ihnen zu leicht und selber zu viele Fehler gemacht", sagte Ludwig: "Aber wir können sehr viel mitnehmen aus dieser WM, wir haben als Team viel gelernt." Von Beginn an drückte das starke US-Team den Lokalmatadorinnen sein Spiel auf. "Wir hätten gerne noch ein paar Spiele gemacht. Aber sie haben besser gespielt und verdient gewonnen", resümierte Kozuch.

Borger/Sude siegen im deutschen Duell

Die Favoritinnen Borger/Sude setzten sich im deutschen Duell gegen Kim Behrens/CinjaTillmann mit überraschend viel Mühe im Tie-Break (19:21, 21:17, 15:13) durch. Im ersten Abschnitt fand vor allem Sude schlecht ins Spiel und leistete sich leichte Fehler. Die Außenseiterinnen dagegen zeigten einen couragierten Auftritt und gaben keinen Ball verloren, der erste Satz ging nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen verdient an sie.

Match auf allerhöchstem Niveau

Danach übernahm Abwehrspielerin Borger, die 2013 mit Britta Büthe schon Vizeweltmeisterin war, die Initiative und erhöhte den Druck, bis sich schließlich beide Duos im entscheidenden Durchgang ein Spiel auf allerhöchstem Niveau und auf Augenhöhe lieferten. Am Ende gewannen die hochgehandelten Borger/Sude den Beachvolleyball-Krimi am stimmungsvollen "Rothenbeach" mit Erfahrung und Cleverness und bleiben nach zuvor drei Gruppensiegen weiter ungeschlagen. "Wir hatten Sand im Getriebe. Und es kam mental viel zusammen", berichtete Blockspezialistin Sude: "Gegen Deutsche zu spielen, ist immer tough. Wir kennen uns sehr gut. Sie haben wahnsinnig krass gespielt, sie hatten nichts zu verlieren." Nächste Gegnerinnen der Deutschen sind am Donnerstag (20.30 Uhr) die starken Brasilianerinnen Barbara/Fernanda.

Deutsche Teams lassen Chancen aus

Leonie Körtzinger/Sarah Schneider unterlagen Joana Heidrich/Anouk Verge-Depre aus der Schweiz nach großem Kampf knapp mit 1:2 (22:24, 21:19, 14:16). Das junge Perspektivteam lag im ersten Satz schon mit 19:12 vorn, musste ihn aber noch abgeben und vergab dann im Tie-Break einen Matchball.

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur kassierten eine unnötige 1:2 (21:19, 19:21, 10:15)-Niederlage gegen die US-Amerikanerinnen Kelly Claes/Sarah Sponcil: Das Nationalteam aus Stuttgart und Berlin hatte nach gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang schon mit 18:14 geführt. Isabel Schneider/Victoria Bieneck blieben gegen die Niederländerinnen Marleen Ramond-Van Iersel/Joy Stubbe beim 0:2 (19:21, 12:21) chancenlos.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 03.07.2019 | 19:30 Uhr