Stand: 01.07.2019 21:25 Uhr

Thole/Wickler weiter - Deutsche Teams überzeugen

Die Heim-WM in Hamburg läuft für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) bislang optimal: Nach dem vierten Tag stehen bereits drei von zehn Teams in der Runde der letzten 32. Auch die anderen Duos sind noch im Rennen.

Deutschlands derzeit bestes Männerduo Julius Thole und Clemens Wickler verbuchte bei der Beachvolleyball-WM den zweiten Sieg im zweiten Spiel und zog damit vorzeitig ins Sechzehntelfinale ein. Das Team aus Hamburg setzte sich am Montag in einem spannenden Spiel gegen Arash Vakili/Bahman Salemiinjehboroun (Iran) mit 2:0 (21:18, 22:20) durch. Am Dienstag (18 Uhr) geht es gegen die bislang ebenfalls ungeschlagenen US-Amerikaner Tri Bourne/Trevor Crabb um den Gruppensieg.

"Noch Luft nach oben"

"Mit den Ergebnissen sind wir zufrieden. An unserem Spiel wollen wir noch feilen. Da ist noch Luft nach oben", sagte 2,06-Meter-Mann Thole. Gegen die überraschend starken Iraner gerieten die WM-Debütanten im zweiten Durchgang in Rückstand, wehrten einen Satzball ab und verwandelten dann bei eigenem Aufschlag den ersten Matchball zum zweiten Turniererfolg. Erneut konnte das deutsche Top-Team seine Aufregung nicht ganz ablegen: "Wir haben etwas gezittert und mussten definitiv härter kämpfen als gedacht. Wir merken es schon, dass viele Augen auf uns gerichtet sind. Wir reden viel mit unserer Psychologin. Aber der zweite Sieg bei der ersten Heim-WM und dann noch in der eigenen Stadt ist cool", so Blockspieler Thole.

Borger/Sude nach drei Erfolgen Gruppensieger

Auch Karla Borger und Julia Sude sind weiter ungeschlagen und sicherten sich im packenden Duell mit den an Nummer fünf gesetzten US-Amerikanerinnen Alix Klineman/April Ross mit dem dritten Erfolg den Gruppensieg: 2:1 (21:15, 21:23, 15:10) nach einer überzeugenden Vorstellung. "Das zeigt, dass unser ganzes Team richtig gearbeitet hat", erklärte Blockspielerin Sude: "Aber die WM geht mit der K.o.-Runde erst richtig los."

Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur verloren ihr letztes Gruppenspiel gegen Marta Menegatti/Viktoria Orsi Toth mit 0:2 (17:21, 15:21) und mussten den Italienerinnen damit im Ranking den Vortritt lassen. Sie hatten sich mit zwei Siegen in den ersten beiden Matches jedoch bereits für die nächste Runde qualifiziert.

Bieneck/Schneider vermeiden frühes Aus

Zuvor hatten Victoria Bieneck und Isabel Schneider in ihrem dritten Spiel den ersten Sieg eingefahren und zogen als Dritte der Gruppe D mindestens in die Lucky-Loser-Runde ein. Die deutschen Meisterinnen gewannen klar mit 2:0 (21:12, 21:4) gegen die Außenseiterinnen Charlotte Nzayisenga/Judith Hakizimana aus Ruanda, nachdem sie ihre beiden Matches zuvor jeweils erst im Tie-Break verloren hatten. Sollten beide zu den besten vier Gruppendritten gehören, würde der Umweg über die Lucky-Loser-Runde entfallen. Die Entscheidung darüber fällt erst am Dienstag in den letzten Poolspielen der Frauen.

Modus WM-Gruppenphase

Die beiden erstplatzierten Teams und die vier besten Dritten aus den zwölf Gruppen bei Frauen und Männern sind direkt für die erste K.o.-Runde qualifiziert, die am Mittwoch (Frauen) und Donnerstag (Männer) beginnt. Die jeweils verbleibenden acht Gruppendritten spielen in einer Lucky-Loser-Runde die letzten vier Teams für das Sechzehntelfinale aus.

Bei deutlich angenehmeren Temperaturen als an den Vortagen, aber auch mehr Wind fand das HSV-Duo nach anfänglichen Schwierigkeiten seinen Rhythmus und ließ den Kontrahentinnen keine Chance. "Wir hatten zwei enge Spiele davor. Es ist großartig, auf dem Center Court zu gewinnen. Jetzt wollen wir mehr", sagte Bieneck.

Körtzinger/Schneider und Ehlers/Flüggen verlieren

Auch Leonie Körtzinger/Sarah Schneider haben in ihrer Gruppe einen Sieg verbucht, unterlagen aber am Montag Anastasija Kravcenoka/Tina Graudina aus Lettland mit 0:2 (14:21, 17:21). Das junge Team belegt in der Tabelle der Gruppe B den dritten Rang. Alle Chancen aufs direkte Weiterkommen haben zudem noch Nils Ehlers/Lars Flüggen trotz eines 0:2 (17:21, 19:21) gegen die Russen Nikita Liamin/Taras Myskiv. Das Duo vom Hamburger SV ist nun im letzten Duell am Mittwoch gegen Lombardo Ontiveros/Juan Virgen (Mexiko) gefordert.

Bereits drei deutsche Teams weiter

Damit haben bereits drei von zehn DVV-Teams die Runde der letzten 32 erreicht, die anderen können auch noch weiterkommen. Sportdirektor Niclas Hildebrand hatte als Minimalziel das Erreichen der K.o.-Phase für alle Teams sowie je eine Viertelfinalteilnahme bei Männern und Frauen ausgegeben.

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Dieses Thema im Programm:

Sportschau | 30.06.2019 | 13:00 Uhr