Laura Ludwig (r.) und Margareta Kozuch © imago images/Beautiful Sports Foto: Tom Bloch

Beachvolleyball: Aus für Ludwig/Kozuch und Thole/Wickler

Stand: 11.03.2021 16:40 Uhr

Die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind beim Re-Start der Welttour in Katar im Achtelfinale ausgeschieden. Auch das Duo Julius Thole/Clemens Wickler ist raus.

Das Frauen-Duo vom Hamburger SV unterlag den brasilianischen Weltranglisten-Vierten Ana Patricia und Rebecca Silva 0:2 (18:21, 14:21). Zum Auftakt des Turniers hatten sich Olympiasiegerin Ludwig und ihre Partnerin nach einem Jahr Corona-Pause mühsam im Hamburger Duell mit Sarah Schneider und Leonie Körtzinger 2:1 (22:20, 19:21, 15:10) durchgesetzt. Das Perspektivteam Schneider/Körtzinger scheiterte anschließend in der Zwischenrunde knapp an den US-Amerikanerinnen Kerri Walsh Jennings/Brooke Sweat 1:2 (15:21, 21:14, 17:19).

Die Vizeweltmeister Julius Thole und Clemens Wickler (Hamburg), die das Olympia-Ticket bereits gebucht haben, verpassten durch ein 0:2 (19:21, 17:21) gegen die US-Amerikaner Nicholas Lucena/Philip Dalhausser ebenfalls das Viertelfinale.

Beach-Volleyballerin Laura Ludwig bei der Deutschen Meisterschaft 2020 © imago images/Agentur 54 Grad
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Ludwig: "Wir nehmen viel mit"

"Wir nehmen jetzt viel mit, was wir im Training noch verbessern möchten, um eine größere Konstanz zu erreichen", sagte Ludwig: "Einen Monat haben wir jetzt die Zeit dazu, bevor wir wieder voll angreifen wollen." Vom 16. April an hat der Weltverband FIVB im mexikanischen Cancun gleich drei Vier-Sterne-Turniere nacheinander angesetzt, auch um die noch nötige Qualifikation für die Sommerspiele voranzutreiben.

Außerdem sind Turniere im russischen Sotschi (26. bis 30. Mai) und im tschechischen Ostrava (2. bis 6. Juni) geplant, die als Ausscheidung für Tokio 2021 zählen. Am 14. Juni wird die Liste der je 15 Teams veröffentlicht, die sich über die Rangliste qualifizieren. Zudem werden weitere Olympia-Plätze vom 21. bis 27. Juni beim Continental Cup vergeben. Nach derzeitigen Stand wären Ludwig/Kozuch, Karla Borger und Julia Sude (Stuttgart) sowie Thole/Wickler in Tokio dabei. Jedes Land darf höchstens zwei Starter pro Geschlecht stellen.

Kleidervorschriften sorgten für Diskussionen

Borger und Sude hatten auf einen Auftritt in Doha verzichtet - aus Protest gegen eine vermeintliche Kleidervorschrift. Ein Start in Shirts und knielangen Hosen statt in den üblichen Sport-Bikinis kam für sie nicht infrage. Dies hatte international für Schlagzeilen gesorgt.

Die Organisatoren in Katar sahen sich zu Turnierbeginn noch einmal genötigt, darauf hinzuweisen, dass es eine solche Kleiderordnung nie gegeben habe. Anderslautende Meldungen seien "Propaganda". In den Turnierregularien des Weltverbandes hatte jedoch noch vor einigen Wochen unter Punkt 10 von 17 eindeutig etwas anderes gestanden. Dort hieß es, Frauen hätten statt der üblichen Sport-Bikinis "aus Respekt vor der örtlichen Kultur und Tradition T-Shirts mit kurzen Ärmeln und knielange Hosen" zu tragen, auch im Training. Diese Kleidervorschriften seien von den betreffenden katarischen Behörden angefordert worden, so die FIVB, die schließlich die Regeln überarbeitete. Wohl eine Reaktion auf die Kritik.

Im Vier-Sterne-Turnier selbst zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Einige Frauenteams trugen die üblichen Outfits, andere spielten in Shirts und langen Hosen. Ludwig und Kozuch wählten den goldenen Mittelweg, sie traten in langen Hosen und Sport-BH auf.

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Laura Ludwig (r.) und Margareta Kozuch © imago images/Agentur 54 Grad Foto: Tom Bloch

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.03.2021 | 18:25 Uhr

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